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Unternehmensnachfolger finden

Findet sich keine familieninterne Lösung, stellt sich für den Unternehmer zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben die Frage nach dem richtigen Nachfolger für sein Lebenswerk. Jedes Jahr steht, je nach Quelle, bei 50.000 bis 80.000 Unternehmen in Deutschland eine Nachfolgeregelung an (in Österreich bei geschätzten 5.000 bis 6.000 Betrieben).

Der Anteil der familieninternen Übergaben sinkt in den deutschsprachigen Ländern seit längerer Zeit kontinuierlich und auch der stetig steigende Anteil von Frauen als Unternehmensnachfolgerinnen kann diesen Trend nicht stoppen. Ursache ist, neben der demographischen Entwicklung, vor allem ein Wertewandel, sowohl bei Inhabern, als auch den Kindern. Denn die jüngeren Generationen sehen sich zunehmend weniger in der Pflicht, das unternehmerische Erbe der Eltern anzutreten. Und auch die Unternehmer selbst möchten ihren Kindern, anders als in vergangenen Generationen üblich, immer öfter die freie Wahl über ihre berufliche Zukunft überlassen. Und diese Wahl fällt leider zunehmend gegen das eigene Familienunternehmen aus.

Findet sich dann auch im eigenen Unternehmen kein leitender Angestellter, der, fachlich geeignet und finanziell genügend ausgestattet, die Betriebsnachfolge im Rahmen eines so genannten Management Buy-Out (MBO) antreten kann, muss der Inhaber beizeiten einen externen Unternehmensnachfolger finden.

Management Buy-in (MBI) als Herausforderung für den ausscheidenden Inhaber

Für viele Unternehmer ist der Verkauf ihres Betriebes an einen Weiterlesen

Wenn Nachfolgepläne scheitern

Innerhalb von zwei Wochen sind mir drei Unternehmer vorgestellt worden, deren Betriebe in Ermangelung eines passenden Unternehmensnachfolgers, bzw. Unternehmenskäufers liquidiert wurden, bzw. bei denen eine Liquidation geplant ist:

Gesundes Metallbauunternehmen: Liquidation mangels Nachfolger

Fall 1: Ein Metallbaubetrieb im Berliner Umland, mit glänzender Vergangenheit und branchenbekanntem Namen. Die Umsätze lagen noch vor sieben Jahren deutlich jenseits der Millionen-Euro-Marke, bei satten Erträgen. Ein Berater versuchte über drei Jahre erfolglos einen Nachfolger zu finden. Der Inhaber stimmte schließlich in Eigenregie der Übernahme durch einen Wettbewerber zu und verlegte den Firmensitz schon einmal in dessen Nähe. Der Deal platzte und der Unternehmer hat aufgegeben, die Versuche haben ihn über die Jahre zu viel Kraft und Nerven gekostet. Als inzwischen nur noch 1-Mann-Betrieb erwirtschaftet er stabile 150.000-180.000 EUR Umsatz im Jahr und wird trotzdem zum Jahresende 2012 liquidieren, die Betriebsausstattung soll an einen Industrieverwerter verkauft werden. Weiterlesen

Unternehmensnachfolger sucht Unternehmen in Berlin

Für einen langjährig erfahrenen Geschäftsführer (Dipl.-Ing.) suchen wir einen gesunden Berliner Betrieb für eine klassische Nachfolgelösung im Rahmen eines Management Buy-ins. Altersnachfolge bevorzugt.

Unser MBI-Kandidat wünscht sich möglichst ein alteingesessenes Unternehmen als Unternehmensnachfolger zu übernehmen, für das aus Altersgründen des Inhabers ein Nachfolger gesucht wird. Angestrebt wird eine vollständige Übernahme oder Mehrheitsbeteiligung mit mindestens dreimonatiger Einarbeitungszeit, andere Übernahmevarianten sind jedoch denkbar; auch ein kurzfristiger Unternehmenskauf wäre gegebenenfalls möglich.

Suchprofil: Umsatz 5-50 Mio. EUR, ca. 30-150 Mitarbeiter. Bevorzugte Branchen: Maschinenbau, Produktion, Beratung, Gesundheitswesen.

Region: Berlin und unmittelbar angrenzende Bezirke (Potsdam, Teltow, Schönefeld, Falkensee, Oranienburg, Bernau, Ahrensfelde, Strausberg).

Weitere Details zur gesuchten Unternehmensnachfolge und zum Fähigkeitenprofil des Nachfolgekandidaten entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Unternehmenskauf-Profil.

Für eine erste, unverbindliche Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte vertraulich an die Fredelia-AG-Unternehmensnachfolgen, die exklusiv mit der Firmensuche beauftragt wurde und den Käufer bei der Übernahme berät:

Kontakt Unternehmensverkauf, Ref. K1211

Kaufpreisfindung dem Profi überlassen

Ein Unternehmer hat in der Regel langjährige Erfahrungswerte mit der Preisfindung seiner Produkte. Wenn er z.B. bereits unzählige Male sein Hauptprodukt für 100 EUR verkauft hat, wird er das Angebot eines Neukunden, der 70 EUR dafür bietet, lächelnd abweisen, da genügend Alternativen für 100 EUR zur Verfügung stehen. Beim Verkauf seines eigenen Unternehmens fehlen dem Inhaber im Allgemeinen diese Erfahrungswerte. Die Vorstellungen über die Höhe des Unternehmenswertes basieren oft auf idealisierten Erwartungen bezüglich nicht genau spezifizierter Wachstumschancen, die nur aufgrund des eigenen Alters nicht mehr angegangen wurden, der persönlichen Lebensplanung, oder auf Hörensagen von anderen Transaktionen. Passende Käufer werden durch einen überhöhten Wunschverkaufspreis oft abgeschreckt und der Unternehmensverkauf verzögert sich unnötig, manchmal über Jahre.

Investmentbanker und M&A-Berater dagegen können aufgrund ihrer Branchenexpertise sehr genau einschätzen, welcher Unternehmenswert aufgrund von Fundamentalkennziffern, vergleichbaren Industrietransaktionen in der Vergangenheit (Multiples), sowie der strategischen Ausrichtung potentieller Käufer (Akquisitionskriterien) derzeit ansetzbar ist.

Ein guter M&A-Consultant hat Erfahrung im Umgang mit divergierenden Preisvorstellungen und anderen unterschiedlichen Erwartungen beider Seiten, die sich als deal breaker entpuppen können.

Neben den notwendigen Optimierungen innerhalb des Betriebes empfiehlt sich daher für einen erfolgreichen Firmenverkauf

  • ein fundierter Businessplan mit realistischen Annahmen und mindestens zwei Szenarien
  • ein belastbares Wertgutachten, basierend auf einer hochwertigen Verkäufer-Due-Diligence
  • ein umfassendes Verkaufsprospekt, das in Umfang und Qualität dem Wert des Betriebes angemessen ist
  • ein M&A-Berater oder ein anderer erfahrener Mediator, der die Preisverhandlungen führt.

Ein M&A-Berater als Vermittler trägt auch dazu bei, dass das persönliche Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer nicht unnötig durch harte Verhandlungstaktiken belastet wird, so dass eine vertrauensvolle Einarbeitungs- bzw. Übergabezeit möglich ist.

Konkurrenzkampf um Übernahmeobjekte erwartet

Der weltweite Anstieg der M&A Aktivitäten nimmt weiter zu. Auch im ersten Quartal 2011 sind neue Höchststände zu verzeichnen, wobei der Anstieg der Transaktionsvolumina mit deutscher Beteiligung im ersten Quartal maßgeblich durch den T-Mobile (USA)-Deal beeinflusst wurde (39 Mrd USD).

Die Käufer sind zwar wählerischer als noch vor ein paar Jahren, was sicher auch den verschärften Auflagen der finanzierenden Banken zu verdanken ist, aber dennoch: die Nachfrage nach Unternehmen übersteigt das Angebot.

Nach Einschätzung der Studie „Finance M&A Panel“ haben insbesondere die deutschen Unternehmen derzeit gut gefüllte „Kriegskassen“ und befinden sich in Wartestellung für passende Objekte zur Übernahme.

Das dürfte mittelfristig für steigende Preise sorgen, was sich erfahrungsgemäß abgeschwächt auch auf die Bewertungen von nachfolgesuchenden KMU durchschlagen wird.

Preise steigen

Wie das Magazin impulse berichtet, werden die bei M&A zu erzielenden Preise in 2011 spürbar steigen. Die auf Unternehmensbewertung spezialisierte Beratungsgesellschaft Klein & Coll sieht die Gründe dafür in den sich allmählich wieder verbessernden Kreditbedingungen für Übernahmen und der wieder erstarkten Kauflust vieler Investoren. Der Faktor, um den der Kaufpreis auf den Jahresumsatz abhebt, erhöht sich je nach Branche unterschiedlich stark, am meisten in Hightech- und Automobilbranche – Ein weiterer Indikator für die siebte M&A-Welle (wir berichteten am 08. Oktober).

Nachfolgemanagement aus einem Guss

In der vorgestrigen Ausgabe des Handelsblatts äußert sich Brun-Hagen Hennerkes, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, über die typischen Probleme, die im Rahmen eines Nachfolgeprozesses auftauchen können. Vor allem die emotionale Aufladung der Situation sei ein Grund für gescheiterte Übergaben. Viele Unternehmer können nicht loslassen, weil ihr Unternehmen wie ein eigenes Kind ist und ihnen die Perspektive für die Zeit danach fehlt. Hennerkes mahnt vor allem eine strategische Herangehensweise an: Man müsse sich Jahre vorher auf die Übergabe vorbereiten und den Prozess mit den Beteiligten  Juristen und  Beratern zentral steuern.

Finanzierung bleibt wichtigster Hemmschuh für Nachfolger

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag präsentiert in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensnachfolge (edit: Quelldokument leider inzwischen vom Server des DIHK gelöscht) einige aufschlussreiche Zahlen: 59 Prozent der Existenzgründer, die Unternehmen kaufen wollen, haben Finanzierungsprobleme – zehn Prozent
mehr als im Vorjahr. Eine Unternehmensnachfolge sei eine hoch komplexe Transaktion und in der Regel durch ein hohes Finanzierungsvolumen gekennzeichnet. Zwar sei etwas als Sicherheit vorhanden (Anlagen, Patente etc.), doch müssten die Finanzierungsgeber mit der unbekannten Größe des neuen Unternehmers rechnen. Die Banken sind vorsichtiger geworden. Hier ergibt sich aber für jeden potentiellen Nachfolger die Chance, mit einem überzeugenden Business Plan zu punkten.
Weitere interessante Punkte, die in der Studie behandelt werden, sind der erhöhte Beratungsbedarf, die häufig überzogenen Preisvorstellungen der Eigentümer sowie der Aufruf an die politischen Entscheidungsträger, eine Novelle des Erbschaftsrechts einzubringen (Die Steuer ist ein weiteres wichtiges Hindernis im Übergabeprozess), ebenso wie die Informationspflichten gegenüber Arbeitnehmern und deren Widerspruchsrecht. Auch hier werden Anpassungen angemahnt.