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M&A Integration: How to Do It

Danny A. Davis ist langjähriger M&A-Berater aus England. In seinem aktuell veröffentlichten Buch widmet er sich der M&A Integration. Als Gastautor im Fredelia-Blog beschreibt er ein typisches Praxisbeispiel aus seiner Erfahrung.

Planning and Delivering for Business Success

The common issues with M&A integration are that people do not start planning early enough and do not have the knowledge, experience or checklist and templates to enable good planning. These are the two big ones. When you don’t have a plan, you don’t know what your doing or when to do it. This leads into the concept of not knowing what, where, when and how to communicate to all stakeholders and thus the issue that people see and speak about, poor communication and lack of cultural understanding. The planning also enables us to move everything faster, thus delivering our synergies, profit and move ourselves through to the new company, entity or strategy as rapidly as possible. Our aim is to deliver value.

A software company delivered four different packages to its customers, it bought another software company with an overlap on two product, then aim being to close down those two products and thus halve the cost. Also having a large customer base would enable them to win more work elsewhere. A good strategy and good deal. However they then did nothing. They had not planned the detail and didn’t put anyone in charge of moving this delivery all forward. The completion went to all the customers and said “your software will be turned off, come to us”. New sales went to zero, new service contracts went to zero and our company was in trouble. We went in three months post deal to sort out the mess, the only solution was to state to all customers, all software will remain in place for the next three years and be supported for as long as you want it to be. Sales instantly went up to pre-deal levels, as did service contracts. All was good again. Except that the deal had not made the additional profit needed. The entire management team was removed by their PE owners over the following six months.

My advice is to plan fully, plan early “plan, plan, plan”. You should use internal people who understand the business and will be left with any issues afterwards, supplement this with people who know what they are talking about interims, consultants, advisors, etc. Be ready well in advance of the deal taking place. Then ramp up resource to deliver through your new strategy, changes and profit improvement programmes – both revenue increase and cost cutting. Plan in detail all your activities and actions from the finance function though IT and into all the people aspects. Then create the communication plans to go along side that. Then look through the division and business lens in the same manner. Check the plans all link together well across all areas and that there are no items that seem strange once we have completed it. Have this all completed pre-deal, so you are ready for Day one communications, management changes and for integration to be mobilise and delivery to start. Then you will need to ramp up project and resource and deliver through all the changes that lead to improved profit or value creation activities.

Sie errreichen Danny A. Davis unter: www.ddavisconsulting.com

Migranten als Unternehmensnachfolger

Bei Unternehmensnachfolgen im deutschen Mittelstand kommt es häufig zu Schwierigkeiten. Laut einer Studie diverser Berliner Hochschulen und der Erfahrungen der Ecovis Steuerberatungsgesellschaft, bieten hochqualifizierte Migranten eine oft unterschätzte Lösung auf das Problem der fehlenden Firmennachfolger.

Sushi vom Japaner, Asiapfanne vom Chinesen und Döner vom Türken – Bestandteile des ganz normalen Speisealltags in Deutschland. Wir vertrauen unseren ausländischen Mitbürgern völlig bei der Zubereitung unserer Nahrung, jedoch bei einem wichtigen Aspekt der deutschen Wirtschaft beachten wir unsere Migranten zu wenig und verschenken somit wertvolles Potential: die Unternehmensnachfolge von mittelständischen Familienunternehmen.

Einen potenziellen Ausweg zeigt die Studie „MiNa – Potenzialanalyse von Migranten zur Lösung der Unternehmensnachfolgen im deutschen Mittelstand“ auf. Diese Studie ist vom Institut für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) initiiert worden. Partner für das erste Forschungsprojekt dieser Art waren die Alice-Salomon Hochschule Berlin (AHS) und der Rechtsanwalt Dr. Rolf Rahm von Ecovis in Berlin.

Unternehmer mit Migrationshintergrund wählen lieber den Weg der Neugründung statt des Firmenkaufs, da Mittelstandsunternehmen auf sie häufig nur schwer zugänglich erscheinen. Laut Studie wählen lediglich vier Prozent der Migranten, die sich selbstständig machen, den Weg der Unternehmensnachfolge. Oft entstehen auf beiden Seiten Vorbehalte durch mangelndes Wissen über die Voraussetzung einer Übernahme und die Abläufe der Verhandlung sowie fehlendes Vertrauen. Die Bindung an die jeweilige nationale Vertrauenskultur ist verständlicherweise sehr groß. Um eine Tradition des Vertrauens nationsübergreifen entstehen zu lassen, ist viel Bedarf an Informationen und individueller Beratung von Nöten.

Die Potenzialanalyse MiNa kommt hier für zu drei Empfehlungen: Die Prozesse der Nachfolge müssen optimiert, das Wissen über Möglichkeiten und Bedingungen der Unternehmensnachfolge verbessert und die Interkulturalität als Ressource gezielt genutzt werden.

Ob dies früh genug geschieht und die bis 2014 schätzungsweise anstehenden 110.000 Übergaben bei mittleren Unternehmen verstärkt durch Migranten erfolgen, bleibt abzuwarten. Fakt ist Unternehmensinhaber sollten den Kreis der potentiellen Nachfolger nicht zu früh einschränken. Ihr perfekter Nachfolger ist möglicherweise weiblich und spricht neben fließend deutsch eine andere Muttersprache.

 

Haftungsrisiken für Vorstände und Geschäftsführer beim Firmenkauf

Organe von Kapitalgesellschaften müssen beim Unternehmenskauf unter Umständen externen Expertenrat einholen. Dies ergibt sich aus dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) und der Rechtsprechung in Deutschland in den letzten Jahren. Das OLG Oldenburg führte z.B. in einem entsprechenden Urteil aus:

„Das dem Geschäftsführer bei unternehmerischen Entscheidungen zuzubilligende weite Ermessen ist beim Erwerb eines anderen Unternehmens […] überschritten, wenn die Grundlagen, Chancen und Risiken der Investitionsentscheidung nicht ausreichend aufgeklärt worden sind.
Zumindest dann, wenn nicht ausreichende, gesicherte Erkenntnisse über das zu erwerbende Unternehmen vorhanden sind oder wenn vorhandene Informationen Unklarheiten aufweisen, wird eine umfassende „Due Diligence“ durchzuführen sein.
Wird dies unterlassen, kommt bei einer zu erheblichen Verlusten führenden Fehlinvestition eine Geschäftsführerhaftung in Betracht.“

Die Sorgfaltspflicht gilt regelmäßig für sämtliche Organe des Käufers. Im Rahmen des KonTraG greifen hier insbesondere die Vorschriften des § 43 GmbH-Gesetz und des § 91 Aktiengesetz. Übernimmt also eine Kapitalgesellschaft ein anderes Unternehmen, kommt neben der Geschäftsführerhaftung auch eine Haftung des Aufsichtsrats, bzw. eines Beirats in Frage, wenn diese Organe eingebunden waren, jedoch z.B. nicht über genügend eigene Fachkenntnisse für M&A-Transaktionen verfügten, oder gar entscheidungswesentliche Unterlagen (z.B. externe Gutachten, Due Diligence) fehlten. Externer betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Rat sollte also bei Übernahmen grundsätzlich vor der Kaufentscheidung in Erwägung gezogen werden.

Unternehmensnachfolger sucht Unternehmen in Berlin

Für einen langjährig erfahrenen Geschäftsführer (Dipl.-Ing.) suchen wir einen gesunden Berliner Betrieb für eine klassische Nachfolgelösung im Rahmen eines Management Buy-ins. Altersnachfolge bevorzugt.

Unser MBI-Kandidat wünscht sich möglichst ein alteingesessenes Unternehmen als Unternehmensnachfolger zu übernehmen, für das aus Altersgründen des Inhabers ein Nachfolger gesucht wird. Angestrebt wird eine vollständige Übernahme oder Mehrheitsbeteiligung mit mindestens dreimonatiger Einarbeitungszeit, andere Übernahmevarianten sind jedoch denkbar; auch ein kurzfristiger Unternehmenskauf wäre gegebenenfalls möglich.

Suchprofil: Umsatz 5-50 Mio. EUR, ca. 30-150 Mitarbeiter. Bevorzugte Branchen: Maschinenbau, Produktion, Beratung, Gesundheitswesen.

Region: Berlin und unmittelbar angrenzende Bezirke (Potsdam, Teltow, Schönefeld, Falkensee, Oranienburg, Bernau, Ahrensfelde, Strausberg).

Weitere Details zur gesuchten Unternehmensnachfolge und zum Fähigkeitenprofil des Nachfolgekandidaten entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Unternehmenskauf-Profil.

Für eine erste, unverbindliche Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte vertraulich an die Fredelia-AG-Unternehmensnachfolgen, die exklusiv mit der Firmensuche beauftragt wurde und den Käufer bei der Übernahme berät:

Kontakt Unternehmensverkauf, Ref. K1211

Konkurrenzkampf um Übernahmeobjekte erwartet

Der weltweite Anstieg der M&A Aktivitäten nimmt weiter zu. Auch im ersten Quartal 2011 sind neue Höchststände zu verzeichnen, wobei der Anstieg der Transaktionsvolumina mit deutscher Beteiligung im ersten Quartal maßgeblich durch den T-Mobile (USA)-Deal beeinflusst wurde (39 Mrd USD).

Die Käufer sind zwar wählerischer als noch vor ein paar Jahren, was sicher auch den verschärften Auflagen der finanzierenden Banken zu verdanken ist, aber dennoch: die Nachfrage nach Unternehmen übersteigt das Angebot.

Nach Einschätzung der Studie „Finance M&A Panel“ haben insbesondere die deutschen Unternehmen derzeit gut gefüllte „Kriegskassen“ und befinden sich in Wartestellung für passende Objekte zur Übernahme.

Das dürfte mittelfristig für steigende Preise sorgen, was sich erfahrungsgemäß abgeschwächt auch auf die Bewertungen von nachfolgesuchenden KMU durchschlagen wird.

Indien auf dem Vormarsch

Indische Unternehmen gehen auf Einkaufstour – die am zweitstärksten wachsende Volkswirtschaft der Welt strotzt nur so vor Kraft. Das grenzüberschreitende  Transaktionsvolumen hat sich 2010 im Gegensatz zum Vorjahr verfünffacht. Nach Angaben der Financial Times wurden in den ersten elf Monaten 2010 über 45 Milliarden US-$ eingesetzt, wobei indische Käufe ausländischer Unternehmen deutlich überwogen. Neben vielen eher unauffälligen Deals unterhalb der 100-Millionen-Grenze erregte der Kauf des Grosvenor House Hotels in London für über 470 Millionen Britische Pfund Aufsehen. Nicht mehr reiner Wissenstransfer nach Asien steht im Vordergrund, sondern der direkte Zugang zu europäischen Konsumenten und harter Währung. Neben Afrika, anderen asiatischen Ländern und Großbritannien wird auch Deutschland immer interessanter für Firmenlenker vom Subkontinent. So soll das traditionsreiche Bankhaus Merck nach Angaben der Wirtschaftswoche (Ausgabe 50, 2010, S. 70) auf der Einkaufsliste der indischen Hinduja Group stehen.

Global expandieren über die richtigen Länder

Wie das Compliance-Magazin.de mit Datum vom 7.1.11 (sic!) berichtet, sind laut einer Studie zum globalen M&A-Markt und der M&A-Reife einzelner Länder neben den bekannt starken M&A-Ländern auf den ersten Plätzen (UK, USA, Frankreich, Japan,…) überraschend auch Länder wie Südkorea, Chile, China, Hong Kong und Malaysia unter den top 30 (von 175 untersuchten) Ländern zu finden. Betrachtet wurden neben regulatorischen, wirtschaftlichen und finanziellen Faktoren u.a. auch soziokulturelle Rahmenbedingungen. Der verwendete Cass Marc M&A Maturity Index kann Unternehmen Hinweise geben, welche Länder bevorzugt als M&A Ziel angeschaut werden sollten, um in bestimmten Regionen der Welt z.B. durch Zukäufe Fuß zu fassen.

Deutschland belegt Platz 9 auf der Weltrangliste, insbesondere Gesetze rund um den Arbeitschutz verhindern eine noch bessere Platzierung.

Preise steigen

Wie das Magazin impulse berichtet, werden die bei M&A zu erzielenden Preise in 2011 spürbar steigen. Die auf Unternehmensbewertung spezialisierte Beratungsgesellschaft Klein & Coll sieht die Gründe dafür in den sich allmählich wieder verbessernden Kreditbedingungen für Übernahmen und der wieder erstarkten Kauflust vieler Investoren. Der Faktor, um den der Kaufpreis auf den Jahresumsatz abhebt, erhöht sich je nach Branche unterschiedlich stark, am meisten in Hightech- und Automobilbranche – Ein weiterer Indikator für die siebte M&A-Welle (wir berichteten am 08. Oktober).