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Besseres Geschäftsklima in Berlin

Die Berliner Wirtschaft schüttelt die Krise der vergangenen Monate ab und wird optimistischer, so das Ergebnis der diesjährigen gemeinsamen Herbst-Konjunkturumfrage von IHK Berlin und Handwerkskammer Berlin, an der sich insgesamt rund 4360 Betriebe beteiligt haben. Zum zweiten Mal in Folge verbesserte sich der Konjunkturklimaindex – der die gegenwärtige Geschäftslage und die Erwartungen abbildet –  diesmal um neun auf  123 Punkte. Das ist der drittbeste Herbst-Wert seit 2000 und 23 Punkte besser als vor einem Jahr. Dabei hat sich die Stimmung in fast allen Branchen aufgehellt.

39 Prozent der Berliner Unternehmen schätzen Ihre Geschäftslage als gut, 52 Prozent als befriedigend ein. Nur neun Prozent bezeichnen die jetzige Situation als schlecht, womit die Berliner Unternehmen bereits jetzt wieder das Vor-Krisenniveau erreicht haben. Insbesondere Gastgewerbe, Dienstleistungssektor sowie das Handwerk profitieren vom Aufschwung.

Ab auf’s Surfbrett: Die siebte M&A-Welle rollt heran

Das Jahr 2010 wird geprägt von branchenübergreifen gesteigerten Übernahmeaktivitäten zwischen den großen Marktteilnehmern. Allein im August wurden Transaktionen von über 200 Mrd. Euro durchgeführt – soviel wie in keinem anderen Monat seit vier Jahren. Hierbei werden die vielen kleinen Transaktionen auf der Ebene der mittelständischen Familienunternehmen noch nicht einmal erfasst. 2007 war der Scheitelpunkt der sechsten Welle mit Transaktionsvolumina von über 4 Billionen Euro. Hier wird im Vergleich deutlich, dass eine neue Welle gerade erst im Entstehen begriffen ist und der Herdeneffekt (Unternehmen beobachten die Konkurrenz genau und ziehen nach, wenn der Wettbewerber vorlegt) für weitere groß dimensionierte Käufe sorgen sollte.

Beteiligungsmarkt stabilisiert sich

Wie der Branchenverband BVK mitteilte, hat sich der der deutsche Markt für Unternehmenskäufe und –verkäufe im ersten Halbjahr 2010 stabilisiert. Die Investitionen der Beteiligungsgesellschaften haben sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifacht: 2,24 Milliarden Euro wurden eingesetzt, davon 1,6 Milliarden allein für zwei Großtransaktionen im ersten Quartal und weitere 673 Millionen für überwiegend kleinere und mittlere Unternehmen im zweiten Quartal. (FAZ, 25.08.2010)