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Successor: Die erste Messe für Unternehmer, die Nachfolger suchen

Der Mangel an geglückten Unternehmensnachfolgen verdeutlicht die Notwendigkeit, die dazu geführt hat, die erste Messe für Unternehmensnachfolgen in Deutschland einzuführen. Der Leitsatz der „Successor“ ist der des deutschen Philosophen Nikolaus von Kues „Eines ist so wichtig wie’s andere: rechtzeitig zufassen und rechtzeitig loslassen können.“

In vielen Zeitungen werden fast wöchentlich Erfahrungen geschildert, wie Unternehmensnachfolgen funktioniert haben bzw. funktionieren können. Doch stets ist ein Satz bei, der verdeutlicht, dass dieser positive Fall einer von wenigen Ausnahmen ist. Und die Auswirkungen fehlerhafter Übergaben sind fatal für die deutsche Wirtschaft sowie den Mittelstand überhaupt: Denn eine Schließung von gesunden Unternehmen ist unvermeidlich, wenn kein geeigneter Nachfolger gefunden wird. Manche schätzen die Situation sogar derart falsch ein, sodass die Suche gar nicht erst stattfinden kann. Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn werden pro Jahr gar nicht so wenige mit einer plötzlichen Unternehmensnachfolge konfrontiert. Denn zehn Prozent der Inhaber werden vom Tod überrascht und vier Prozent erkranken irreversibel. Weiterlesen

Das gefährliche Spiel mit der Zeit

Wie viel Spielraum und Freiheit im Handeln ein Unternehmen noch hat, wenn er ein spezielles Alter erreicht.

Die folgende Einschätzung der Situation bei einer Unternehmensübergabe stützt sich auf Theorien, die im Buch „Unternehmensnachfolge im Familienbetrieb“ von Prof. Dr. Valentin Schackmann beschrieben wurden. Der studierte Volkswirt ist Professor für Betriebswirtschaftslehre. Seit mehr als 20 Jahren ist er in der Managementaus- und -weiterbildung tätig. Seit der Jahrtausendwende berät er kleine und mittelständische Unternehmen zu betriebswirtschaftlichen Belangen. Davor arbeitete er sechs Jahre als kaufmännischer Geschäftsführer in einem mittelständischen Unternehmen. Aus dieser Tätigkeit heraus gewann er die in seinem Buch niedergelegten Kenntnisse.

Mit 50 Jahren:

In diesem Alter sehen sich die wenigsten Firmeninhaber gezwungen, über eine Nachfolgeregelung nachzudenken. Denn 50 bedeutet für die meisten „best age“, heißt auf dem Höhepunkt des Wissens und der Erfahrung angekommen. Die Altersvorsorge sollte jedoch für einen Selbstständigen schon zur geistigen Debatte stehen. Allein Banken könnten im Falle einer Kreditvergabe daran interessiert sein, eine Unternehmensbewertung vorzunehmen. Hierbei wird unter anderem die Rentabilität des Unternehmens ermittelt und eine Feststellung eines möglichen Verkaufspreises vorgenommen. Die Absicherung des Kreditinstitutes kann demnach schon einmal als grober Umriss für eine spätere Übernahme dienlich sein.

Mit 55 Jahren: Weiterlesen

Erbschaftssteuer – das Damoklesschwert für mittelständische Betriebe

„Für jedes Töpfchen gibt es ein Deckelchen“ heißt es in der Liebe und es stimmt größtenteils, wenn man sich in der Welt umschaut. Doch für Unternehmensnachfolgen scheint das Prinzip nicht zu gelten. Viele Faktoren führen zu einer Komplexität der Übergabe, die der private Geschäftsführer schon kaum mehr überblicken kann. Und in Zukunft wird es scheinbar nicht einfacher.

Vierzig Prozent der Unternehmer finden keinen Nachfolger, weil es immer größere Schwierigkeiten gibt, dass es zwischen dem alten und neuen Geschäftsführer passt. Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) enden vier von zehn Übergaben in der Erfolgslosigkeit. Genau aus diesem Grund warnt der DIHK-Chef Hans Heinrich Driftmann die Parteien der Opposition, im Falle dass sie an die Regierung kommen, davor die Reichensteuer zu erhöhen und die Unternehmensnachfolge damit weiter zu erschweren. „Die Diskussion um die Erbschaftsteuer sorgt für erhebliche Verunsicherung gerade im Mittelstand“, sagte Driftmann der Deutschen Presse-Agentur. „Sollte es zum Beispiel nach der Bundestagswahl zu Verschärfungen kommen, wären rund 18.000 Unternehmen mit bis zu 100.000 Arbeitsplätzen gefährdet – und das Jahr für Jahr.“ Die Erbschaftssteuer würde Opfer fordern, die Rot-Grün noch gar nicht absehen könne.

Der Report, den die DIHK vor nicht allzu langer Zeit publiziert hat, zeigt auch, dass 56 Prozent der Existenzgründer Probleme haben vor allem die Betriebsübernahme finanziell zu bewältigen. Weiterhin ist es kompliziert geworden, ein Unternehmen in jüngere Hände zu legen, da der Großteil der potentiellen Kandidaten nicht ausreichend qualifiziert ist und dies teilweise erst zu spät in den Übergabeverhandlungen bemerkt wird. Es ist ohne externe professionelle Betreuung leicht zu unterschätzen, welche Herausforderungen auf einen bei der Übergabe zukommen.

Es finden nicht die Richtigen zusammen

Nach den Beobachtungen der Industrie- und Handelskammern suchten 2011 rund 39 Prozent der Senior-Unternehmer ergebnislos einen passenden Nachfolger. 2008 handelte es sich um „nur“ 35 Prozent. Unter den potenziellen Existenzgründern findet inzwischen sogar jeder zweite kein passendes Unternehmen, dessen Junior er werden könnte – nach 32 Prozent vor vier Jahren.

Ein wichtiger Blick in die Zukunft eines Unternehmens: Der Demografie-Rechner

Ein Fragebogen, den man online ausfüllen kann, soll den Betrieben eine Hilfe sein, um den demographischen Wandel einschätzen zu können. Gleichwohl werden im Anschluss an die Bestimmung Methoden und Handwerkzeug zur Verfügung gestellt, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bald droht der besondere Einschnitt in die Altersstruktur. Bald ist nichts mehr so wie wir es gewohnt sind. Was sich wie eine neue Weltuntergangsstimmung im Sinne der Mayas anhört, ist lediglich die Prognose von Demographie-Wissenschaftlern. Denn zwischen 2017 und 2024 werden fast die Hälfte aller Arbeitnehmer im Alter zwischen 50 und 65 Jahren sein und damit nicht gerade als Berufsanfänger gelten. Das mögliche Problem, was am Horizont erscheint: Wie kann man die Produktivität der älteren arbeitenden Generation bis zum Erreichen der Rente stabilisieren? Um zu sehen, ob Ihr Unternehmen diesen zukünftigen Bedingungen gewachsen ist, stellt die Industrie- und Handelskammer der einzelnen Regionen ein Tool zur Verfügung, um sich einen Selbstcheck zu unterziehen.

Eine Analyse der Altersstruktur ist ein wichtiges Instrumentarium, um die derzeitige Personalstruktur darzustellen und auf dessen Grundlage eine Prognose für die Zukunft (bis zu 20 Jahre) zu erstellen. Die Fragen, wie alt ihre Mitarbeiter sind, wie viele Menschen sie jährlich anwerben müssen, um genug Ersatzkräfte zu haben, werden dazu beantworten sein müssen. Denn erst dann können Sie den Regional- und Branchenvergleich vornehmen und sehen, in welchem Feld sich ihr Unternehmen befindet.

Notfalls Taten folgen lassen

Je nach Ergebnis kann der Unternehmensinhaber sich dann zurücklehnen oder bei vorhandenem Demografie-Problem Maßnahmen einleiten. Das heißt bei Neueinstellungen gezielt darauf zu achten, dass jüngeres Personal den Anteil der erfahrenen Kollegen kompensiert bzw. gezielt die älteren Mitarbeiter schulen, sodass sie keinen Nachteil in Sachen neuen Techniken, etc. haben. Vorausschauendes Planen, um solche Demografie-Schwierigkeiten zu vermeiden, ist das A und O – vor allem dann wenn der Unternehmer selber ans Aufhören denkt. Ziel ist es die Firma jederzeit so zu führen, als würde man selbst mindestens noch 20 Jahre weiter an der Führung beteiligt sein. Denn ein Betrieb mit Demografie-Problem ist selten attraktiv für einen Käufer und auch die potentiellen Familienmitglieder, die die Unternehmensnachfolge antreten, sind von solch einer Ausgangssituation ebenfalls wenig begeistert.

Der Demografie-Rechner der IHK ist ein gemeinsames Projekt der IHKs aus Frankfurt am Main, Fulda, Offenbach, Hanau-Gelnhausen und Schlüchtern. Das Tool wurde von der WifOR GmbH, ein Zweig des Wirtschaftsforschungsinstitutes der Technischen Universität Darmstadt, entwickelt.

Wer selbst den Schnellcheck fürs eigene Unternehmen aus Darmstadt bzw. dem  Rhein-Main-Neckar- Raum machen möchte, der klickt ganz einfach hier: Demografierechner-Hessen

Unternehmensnachfolger finden

Findet sich keine familieninterne Lösung, stellt sich für den Unternehmer zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben die Frage nach dem richtigen Nachfolger für sein Lebenswerk. Jedes Jahr steht, je nach Quelle, bei 50.000 bis 80.000 Unternehmen in Deutschland eine Nachfolgeregelung an (in Österreich bei geschätzten 5.000 bis 6.000 Betrieben).

Der Anteil der familieninternen Übergaben sinkt in den deutschsprachigen Ländern seit längerer Zeit kontinuierlich und auch der stetig steigende Anteil von Frauen als Unternehmensnachfolgerinnen kann diesen Trend nicht stoppen. Ursache ist, neben der demographischen Entwicklung, vor allem ein Wertewandel, sowohl bei Inhabern, als auch den Kindern. Denn die jüngeren Generationen sehen sich zunehmend weniger in der Pflicht, das unternehmerische Erbe der Eltern anzutreten. Und auch die Unternehmer selbst möchten ihren Kindern, anders als in vergangenen Generationen üblich, immer öfter die freie Wahl über ihre berufliche Zukunft überlassen. Und diese Wahl fällt leider zunehmend gegen das eigene Familienunternehmen aus.

Findet sich dann auch im eigenen Unternehmen kein leitender Angestellter, der, fachlich geeignet und finanziell genügend ausgestattet, die Betriebsnachfolge im Rahmen eines so genannten Management Buy-Out (MBO) antreten kann, muss der Inhaber beizeiten einen externen Unternehmensnachfolger finden.

Management Buy-in (MBI) als Herausforderung für den ausscheidenden Inhaber

Für viele Unternehmer ist der Verkauf ihres Betriebes an einen Weiterlesen

Wo sind all die Nachfolger hin? Wo sind sie geblieben?

Gegen Ende jeden Jahres erscheint der DIHK Report zu Unternehmensnachfolgen. In 2012 werden die häufigsten Probleme für fehlende Nachfolgeregelungen genannt und ein erschreckendes Resümee gezogen.

Der DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2012 ist veröffentlicht und er zeigt, dass es in Deutschland zunehmend komplizierter wird, einen passenden Nachfolger zu finden. 40 Prozent aller Unternehmen haben sogar eklatante Schwierigkeiten bei der Suche.

Die Hindernisse liegen laut Studie vor allem im demographischen Wandel. Denn wer soll eine Firma übernehmen, wenn es nicht genügend qualifizierte Kandidaten dafür gibt? In den nächsten fünf Jahren sind es laut der DIHK 110.000 Unternehmen, die zur Übernahme frei verfügbar sind. Doch es fehlen jedes Jahr mehr potentielle Nachfolger. Nicht immer scheitert es an der Eignung oder am Unternehmercharakter, sondern 56 Prozent der Kaufinteressenten und Existenzgründer können die Betriebsübernahme aus finanzieller Sicht nicht vollbringen. Im Vergleich zu vorherigen Zeiten weisen die Interessenten nur selten genügend Eigenkapital aus. Auch Sicherheiten für die Bank sind nicht immer im ausreichenden Umfang vorhanden. Zudem hat sich die Vergabe von Bankkrediten laut DIHK in den vergangenen zwölf Monaten erschwert. Auf der anderen Seite ist es für Gründer leichter geworden, Bürgschaften zu bekommen oder ein Darlehen von dem Senior-Unternehmer, der seinen Nachfolger damit unterstützen will. Diese Verkäuferfinanzierung ist aus dem Mangel an finanziell potenten Käufern geboren. Falls das Verkäuferdarlehen wegfallen würde, kämen noch weniger erfolgreiche Unternehmensnachfolgen zustande und das wäre in keinerlei Interesse.

Erbschaftssteuer verbaut Zukunft

Die familiäre Unternehmensnachfolge wird zunehmend auch heikel, wenn die Befürchtung einer Erhöhung der Erbschaftssteuer wahr wird. Die Oppositionsparteien wollen das Betriebsvermögen im Falle einer Erbschaft nicht mehr wie jetzt ganz oder teilweise unberücksichtigt lassen. Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann gibt den Gesetzgebern weißt auf folgende Gefahren hin: „Sollte es zu Verschärfungen kommen, wären rund 18.000 Unternehmen mit bis zu 100.000 Arbeitsplätzen gefährdet – und das Jahr für Jahr“. Damit wären laut Einschätzung der Senior-Unternehmer und Existenzgründer etwa ein Viertel aller Unternehmensnachfolgen bedroht.

Auch die Ausnahmeregelung, dass ein Betrieb steuerfrei zu vererben ist, wenn bestimmte Richtlinien eingehalten werden, steht für Grüne und SPD zum Abschuss frei. Die Auflage, dass der Nachfolger die Firma sieben Jahre lang mit mindestens gleichbleibenden Löhnen weiter führen muss, ist dann eine Geschichte der Vergangenheit. Aber nicht nur die Politik ist ungehalten ob der momentanen Erbschaftssituation – auch die Juristen sind uneins darüber.

Wir haben nicht ewig Zeit

Die Industrie- und Handelskammern berichten davon, dass ein passender Nachfolger auch manches Mal nicht gefunden wird, weil das Thema zu ungemütlich ist um es in den goldenen Jahren eines Seniors anzugehen. Die Beobachtungen ergaben, dass die Hälfte aller älteren Unternehmer es leider zu spät schafft, sich um eine geregelte Unternehmensnachfolge zu kümmern. Denn im Ernstfall sind ein bis drei Jahre Übergabe zu viel Zeit. Auf der anderen Seite fordert ein Verkäufer hin und wieder auch einen völlig unrealistischen Verkaufspreis. Verständlich ist, dass man sein Lebenswerk nicht für ein paar Euro weggeben mag, doch marktferne Angebote fördern nicht gerade die Verkaufsschnelligkeit. Und selbst wenn die geschäftlichen Voraussetzungen gegeben sind, beklagen die Geschäftsführer zunehmend mehr, dass die potentiellen Nachfolger der Aufgabe nicht gewachsen seien und so kein Deal zustande kommen kann. „Bedenklich stimmt, dass dieser Anteil über die letzten vier Jahre stets gewachsen ist.”, wird im Report bemerkt.

Was solche Feststellungen über die Entwicklung in den nächsten Jahren aussagen, darüber kann nur spekuliert werden. Gut scheint die Prognose jedoch nicht anzumuten.

Unternehmensnachfolgen im exemplarischen Bayern

Die Auswertung einer einjährigen Studie zeigt, dass immer mehr Beratungshilfe bei der Unternehmensnachfolge in Anspruch genommen wird. Ebenfalls ist eine familiäre Unternehmensübergabe immer noch der beliebteste Weg.

Das Bayrische Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr, Infrastruktur und Technologie vergab vor gut einem Jahr den Auftrag für eine Studie zum Thema Unternehmensnachfolge in Bayern an die Fachholschule der Wirtschaft Paderborn/Bielefeld (FHDW). Diese nahm sich dem Forschungsauftrag in Zusammenarbeit mit dem Betriebswirtschaftlichen Forschungszentrum für Fragen der mittelständischen Wirtschaft e.V. von der Universität Bayreuth an.
Im Fokus der Kurzstudie stand zum einen die Zählung der für die Jahre 2011 bis 2015 zur Nachfolge anstehenden Unternehmen in Bayern sowie in den einzelnen Regierungsbezirken. Zum anderen wurde eine Expertenbefragung von Beratern öffentlicher Institutionen und privater Einrichtungen, die auf Unternehmensnachfolgen spezialisiert sind, durchgeführt.

Klare Prognose

In Oberfranken werden in den zukünftigen fünf Jahren zirka 1.500 Unternehmen an einen Nachfolger übergeben. Nach Schätzungen der FHDW stehen rund 20.200 Firmen mit etwa 304.000 Arbeitsplätzen zu einer Übernahme an. Auf das Jahr runtergebrochen heißt das, dass 4.000 Unternehmen mit 61.000 Mitarbeitern übergeben werden wollen. Im größten Regierungsbezirk Oberbayern werden mit rund 40% der 20.200 Unternehmensnachfolgen am häufigsten in den nächsten fünf Jahren Firmen übergeben.

Den Bedarf erkennen, sich helfen zu lassen

Auch kleine Unternehmen lassen sich durch Beratungsfirmen bei der Übernahme helfen. Das Ergebnis aus einer Befragung der Nachfolgeberater ergab, dass bei frühzeitigem Aufsuchen einer Beratung, das heißt etwa zehn Jahre vor Renteneintrittsalter, der Erfolg dieser sehr zufriedenstellend ist. Auch bei Unternehmen, die weniger als eine Million Euro im Jahr erwirtschaften, kommt der Service gut an. Momentan wird der Großteil aller Unternehmer noch von ihrem Bankberater auf die mögliche Beratung aufmerksam gemacht, jedoch knapp die Hälfte entscheidet sich aus eigener Motivation dazu. Vorausschauend planen mittlerweile viele, trotzdem gibt es noch 15%, die viel zu spät, also schon in der Übergabephase den Besuch einer Beratung ansteuern.

Blut ist dicker als Wasser

Trotz des diversen Nachfolgeangebots, wird immer noch die Nachfolgeregelung in der Familie favorisiert, die auch in fast der Hälfte aller Fälle stattfindet. Im Vergleich zu früher bemerken Berater jedoch nachlassendes Interesse der Kinder an einer Nachfolge, was dazu führt, dass durchschnittlich mehr fremde Personen einen Betrieb übernehmen. Das größte Hindernis beim Verkauf einer Firma stellt laut Umfrage die Einigung auf den Kaufpreis dar, denn drei Viertel aller Eigentümer schätzen den Wert ihres Unternehmens zu hoch ein.
In der wissenschaftlichen Auswertung beider Institute ist ein positives Fazit gezogen worden. Jedoch der Weg zu einer zeitlich passenden und zielgenauen Beratung, die jeder in Anspruch nehmen sollte, ist noch ein steiniger.

Die gesamte Studie finden Sie unter www.bfm-bayreuth.de oder unter: (edit 18.09.2014: Der Link des Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie ist inzwischen leider nicht mehr verfügbar.)

Wenn Nachfolgepläne scheitern

Innerhalb von zwei Wochen sind mir drei Unternehmer vorgestellt worden, deren Betriebe in Ermangelung eines passenden Unternehmensnachfolgers, bzw. Unternehmenskäufers liquidiert wurden, bzw. bei denen eine Liquidation geplant ist:

Gesundes Metallbauunternehmen: Liquidation mangels Nachfolger

Fall 1: Ein Metallbaubetrieb im Berliner Umland, mit glänzender Vergangenheit und branchenbekanntem Namen. Die Umsätze lagen noch vor sieben Jahren deutlich jenseits der Millionen-Euro-Marke, bei satten Erträgen. Ein Berater versuchte über drei Jahre erfolglos einen Nachfolger zu finden. Der Inhaber stimmte schließlich in Eigenregie der Übernahme durch einen Wettbewerber zu und verlegte den Firmensitz schon einmal in dessen Nähe. Der Deal platzte und der Unternehmer hat aufgegeben, die Versuche haben ihn über die Jahre zu viel Kraft und Nerven gekostet. Als inzwischen nur noch 1-Mann-Betrieb erwirtschaftet er stabile 150.000-180.000 EUR Umsatz im Jahr und wird trotzdem zum Jahresende 2012 liquidieren, die Betriebsausstattung soll an einen Industrieverwerter verkauft werden. Weiterlesen