Tag Archiv für Firmenübergabe

Nach der erfolgreichen Übernahme: Digitalisierungsstrategie nicht auf die lange Bahn schieben

Nach der Übernahme eines Betriebes ist bei denen meisten Unternehmensnachfolgern erst einmal „Land unter“. Die ersten Wochen dienen vollkommen der Einarbeitung, um sich möglichst schnell das Unternehmerwissen über Produkte, Prozesse, Strukturen, Finanzen, Kunden und Mitarbeiter zu verschaffen. All die hehren Gedanken an Optimierungspotentiale, eine Digitalisierungsstrategie und/oder einfach das Ausmisten nicht mehr zeitgemäßer Abläufe geraten schnell in Vergessenheit und fallen oftmals sogar für einen langen Zeitraum, wenn nicht sogar für immer, aus der Planung. Das kann mitunter für Unternehmen und Unternehmer sehr gefährlich werden.

Daher empfehle ich Unternehmensnachfolgern immer, bereits vor der Übernahme des Betriebs ein Ideenheft anzulegen, in dem alle möglichen, angedachten, oder geplanten Veränderungen notiert werden. Das kann durchaus „Brainstorming“-Niveau haben, entscheidend ist, dass das kreative Potential der Zeit vor der Verantwortungsübernahme nicht verloren geht. Bei den meisten kleineren Betrieb in Deutschland, insbesondere denen mit eher älteren Inhabern, ist die Digitalisierung von Kundenverwaltung, Einkaufs-, Vertriebs- oder Produktionsprozessen etc. unzureichend umgesetzt. Dies kann bereits kurzfristig erhebliche Wettbewerbsnachteile mit sich bringen, die ein Nachfolger immer im Auge behalten muss.

Im nächsten Schritt müssen die gesammelten Ideen bewertet und gegebenenfalls zu konkreten Plänen weiterentwickelt werden. Dafür bieten sich zwei Vorgehensweisen an. Entweder ein eigener Strategietermin dafür in der Woche (oft freitags), bei dem man sich in Ruhe, abseits des Tagesgeschäfts, die Zeit fürs Nachdenken nimmt. Oder ein bereits zur Übergabe vereinbarter, fixer Strategietag, gemeinsam mit einem Berater, nach z.B. drei Monaten. Sollte für diesen Review-Termin nach so langer Einarbeitungszeit die Zeit fehlen, liegt die Vermutung nahe, dass der Berater umso dringender benötigt wird. Dann vielleicht nicht für die Umsetzung einer Optimierungs- oder Digitalisierungsstrategie, sondern als Coach für den Unternehmer.

Unternehmensnachfolger(in) gesucht: Bekannte Kunstakademie in Berlin

Eine renommierte und international bekannte, private Weiterbildungseinrichtung im künstlerischen Bereich sucht ein(e) Nachfolger(in) oder ein Paar zur Sicherung der Unternehmensnachfolge.

Das Institut bietet vor allem berufsvorbereitende Kurse, sowie berufliche Fort- und Weiterbildung im künstlerischen Bereich an, sowie zahlreiche Privatkurse für Kinder und Erwachsene. Standort ist eine sehr attraktive Kiezlage in Berlin.

Rund 20 freiberufliche Dozenten sind für den Unterricht verantwortlich, acht Teilzeitmitarbeiter arbeiten in der Verwaltung, aktuell sind rund 70 berufliche und 50 private Schüler eingeschrieben. Die Selbstzahlerquote beträgt regelmäßig ca. 75%!

Nachfolgerqualifikation: Kaufmännische und organisatorische Stärke. Erfahrung aus dem künstlerischen oder pädagogischen Bereich vorteilhaft, aber nicht zwingend nötig. Existenzgründern wird eine intensive, auf die Bedürfnisse des Nachfolgers zugeschnittene, Einarbeitung zugesichert.

Kaufpreis: Der Eigentümer-Cashflow beträgt über die Jahre sehr stabile rund 70-80.000 € p.a. Der Kaufpreis für die vollständige Übernahme des Instituts beträgt 280.000 €. Eine teilweise Verkäuferfinanzierung ist denkbar, Bonität und Qualifikation auf der Nachfolgerseite vorausgesetzt.

Die Fredelia AG berät im Auftrag der Inhaber. Einem Käufer entstehen daher durch unsere Tätigkeit keinerlei Kosten.

Jegliche Nachfragen oder Kontaktaufnahmen sind auf Wunsch der Inhaber bitte -streng vertraulich- ausschließlich an die Fredelia AG zu richten:

Fredelia AG – Kontakt: Kunstakademie zu verkaufen

Unternehmenswechsel: Optimierung des Wissenstransfers durch Prozessdokumentation

Ein Gastbeitrag von Marie Böttinger

Ein Wechsel in der Unternehmensführung sorgt nicht selten für Unruhe und Unsicherheit im Unternehmen: Eingespielte Routineprozesse müssen umgestaltet, Arbeitsprozesse  umstrukturiert und Wissensstrukturen effektiv an die neue Führung herangetragen werden. Eine gezielte, strukturierte Prozessdokumentation der komplexen Firmenabläufe kann in dieser Zeit des Wandels für Stabilität und Kontinuität sorgen. Hier einige Hilfestellungen für einen optimalen Wissenstransfer an die neue Unternehmensführung.

Intrinsisches vs. extrinsisches Wissen

Beim Thema Wissenstransfer spielt die Unterscheidung zwischen intrinsischem und extrinsischem Wissen eine große Rolle. Während bei intrinsischen Strukturen nur der jeweilige Mitarbeiter seine Aufgaben und seinen Arbeitsprozess kennt, bezeichnet ein extrinsisches Vorgehen einen auf universeller Unternehmensbasis gut dokumentierten und strukturierten Prozess, der allen Mitarbeitern offenliegt. Weiterlesen

Unternehmensnachfolge ist ein andauernder Prozess

Für viele Unternehmer ist das Thema Nachfolge leidig. Man möchte sich um das Kerngeschäft kümmern und nicht darum, wie es eventuell einmal weitergeht, wenn man selbst die Firma nicht mehr führen kann. Dabei verkennen viele, dass eine Nachfolge kein Geschäftsabschluss ist, den man in wenigen Tagen erledigt.

Für Familienunternehmer beginnt der Nachfolgeprozess mit der Geburt der Kinder.

Für Familienunternehmer beginnt der Nachfolgeprozess mit der Geburt der Kinder.

Denn wenn sich der Seniorunternehmer überlegt, dass er aufhören möchte, dann ist es in der Regel noch ein langer Weg, bis der Schlüssel tatsächlich übergeben werden kann. Im Grunde ist eine Unternehmensnachfolge ein Prozess, der ein Unternehmen permanent begleitet – mitunter über viele Generationen. Gerade in Familienbetrieben wird oft die Übergabe des Betriebes an die Kinder in Erwägung gezogen. Somit beginnt die Nachfolge schon in dem Moment, in dem Kinder auf der Welt sind, denn diese sollen zu guten Unternehmern heranwachsen. Für ein gesundes Familienunternehmen darf das nicht außer Acht gelassen werden – gerade Neugründer sind in diesem Punkt oft unsicher, da sie nicht auf Erfahrungen zurückgreifen können. Weiterlesen

Übergabe als Chance zur Neustrukturierung

Wer sein Leben lang im eigenen Unternehmen hart gearbeitet und dieses womöglich selbst aufgebaut hat, wird irgendwann zwangsläufig ein wenig betriebsblind. Das Unternehmen läuft und man macht sich immer weniger Gedanken um die Zukunft, neue Märkte und Innovationen. Dabei könnten die Geschäfte noch besser laufen, wenn weiterhin Ideen entwickelt werden und vor allem globale Entwicklungen und Trends im Auge behalten werden.

Eine Unternehmensnachfolge kann der ideale Zeitpunkt sein, um mal richtig aufzuräumen oder eine Restrukturierung vorzunehmen.

Eine Unternehmensnachfolge kann der ideale Zeitpunkt sein, um mal richtig aufzuräumen oder eine Restrukturierung vorzunehmen. (Bild: flickr/ Joseph Ma. Rosell)

Wenn Betriebsblindheit und Innovationsträgheit einsetzt, ist womöglich der Zeitpunkt für einen Generationswechsel gekommen. Denn die Nachfolgegeneration steht dem Erfolgskonzept der Firma oftmals viel kritischer gegenüber und überlegt sich gut, ob der Betrieb noch marktfähig ist, bevor sie Zeit und Geld investiert. Für den Seniorunternehmer bedeutet das im Umkehrschluss: ist mein Unternehmen übergabefähig? Weiterlesen

Gründerkinder stehen der Nachfolge skeptisch gegenüber

Sie haben ein Leben lang hart dafür gearbeitet, ihr Unternehmen aufzubauen und zum Erfolg zu führen – und nun steht die Nachfolge an. Aber wie? Anders als Familienunternehmen, die bereits eine oder mehrere Nachfolgen hinter sich haben, besitzen Existenzgründer keine Erfahrungen in puncto Unternehmensübergabe und tun sich daher meist schwerer.

Und wenn die Elterngeneration keinen Plan hat, wie eine mögliche Betriebsübergabe aussehen könnte, überträgt sich diese Unsicherheit auf die Töchter und Söhne. Die Folge ist eine starke Skepsis gegenüber dem elterlichen Betrieb und dessen Übernahme. So gaben in der neuesten Studie der Wirtschaftsberatung PwC zum Thema Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen 20 Prozent der Gründerkinder an, sich nicht auf die Aufgabe als neue Firmenchefin oder neuer Firmenchef zu freuen. Bei Unternehmerkindern von Betrieben, die schon einen oder mehrere Wechsel miterlebt haben waren es nur 8 Prozent, die einer Nachfolge so kritisch gegenüberstehen.

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Zwei Millionen Angestellte von Betriebsübergaben betroffen

In den Jahren 2014 bis 2018 stehen in Deutschland etwa 135.000 Betriebe zur Übergabe an einen Nachfolger bereit. Das sind 25.000 mehr als in den vergangenen 4 Jahren. Zu dieser Schätzung kommt das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn. Einen Engpass an Nachfolgern erwartet das Institut allerdings nicht.

Wie auch für den Zeitraum 2010 bis 2014 hat das IfM auch für die nächsten vier Jahre eine Schätzung veröffentlicht, bei wie vielen Familienbetrieben eine Übergabe anstehen wird. Die Zahl der Betriebe ist auf 135.000 gestiegen. Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 3 Millionen Unternehmen. Ein besonderes Interesse gilt dabei unter anderem der Anzahl der Angestellten, die von der Gesamtheit der Betriebsübergaben berührt werden. Auf etwa 2 Millionen wird die Zahl der betroffenen Beschäftigten geschätzt. Das Problem der Nachfolgeregelung ist demnach volkswirtschaftlich höchst relevant. Weiterlesen

Ein Unternehmen als potentieller Nachfolger

Die Suche nach dem passenden Nachfolger ist für viele Unternehmen ein schwieriges Unterfangen. Immer mehr Unternehmen stehen aus Altersgründen zum Verkauf, die Zahl der potentiellen Käufer hingegen ist aufgrund des demographischen Wandels sehr gering. Seniorunternehmer sollten also die Möglichkeit nicht außer Betracht lassen, ihre Firma an ein anderes Unternehmen zu verkaufen.

Viele Unternehmer, die ihren Betrieb abgeben möchten oder müssen, suchen natürlich zuerst im Familienkreis oder in der Reihe ihrer Mitarbeiter. Wenn dort niemand zu finden ist, beginnt die Nachfolgelösung schon problematisch zu werden. Denn das eigene Lebenswerk einem Fremden in die Hände zu geben, bereitet den meisten Unbehagen. Der Inhaber muss erst einmal Vertrauen entwickeln, dass der potentielle Nachfolger die Geschäfte in seinem Sinne weiterführt und den Betrieb nicht in die Insolvenz treibt. Weiterlesen