Tag Archiv für Firmenübergabe

Übergabe als Chance zur Neustrukturierung

Wer sein Leben lang im eigenen Unternehmen hart gearbeitet und dieses womöglich selbst aufgebaut hat, wird irgendwann zwangsläufig ein wenig betriebsblind. Das Unternehmen läuft und man macht sich immer weniger Gedanken um die Zukunft, neue Märkte und Innovationen. Dabei könnten die Geschäfte noch besser laufen, wenn weiterhin Ideen entwickelt werden und vor allem globale Entwicklungen und Trends im Auge behalten werden.

Eine Unternehmensnachfolge kann der ideale Zeitpunkt sein, um mal richtig aufzuräumen oder eine Restrukturierung vorzunehmen.

Eine Unternehmensnachfolge kann der ideale Zeitpunkt sein, um mal richtig aufzuräumen oder eine Restrukturierung vorzunehmen. (Bild: flickr/ Joseph Ma. Rosell)

Wenn Betriebsblindheit und Innovationsträgheit einsetzt, ist womöglich der Zeitpunkt für einen Generationswechsel gekommen. Denn die Nachfolgegeneration steht dem Erfolgskonzept der Firma oftmals viel kritischer gegenüber und überlegt sich gut, ob der Betrieb noch marktfähig ist, bevor sie Zeit und Geld investiert. Für den Seniorunternehmer bedeutet das im Umkehrschluss: ist mein Unternehmen übergabefähig? Weiterlesen

Gründerkinder stehen der Nachfolge skeptisch gegenüber

Sie haben ein Leben lang hart dafür gearbeitet, ihr Unternehmen aufzubauen und zum Erfolg zu führen – und nun steht die Nachfolge an. Aber wie? Anders als Familienunternehmen, die bereits eine oder mehrere Nachfolgen hinter sich haben, besitzen Existenzgründer keine Erfahrungen in puncto Unternehmensübergabe und tun sich daher meist schwerer.

Und wenn die Elterngeneration keinen Plan hat, wie eine mögliche Betriebsübergabe aussehen könnte, überträgt sich diese Unsicherheit auf die Töchter und Söhne. Die Folge ist eine starke Skepsis gegenüber dem elterlichen Betrieb und dessen Übernahme. So gaben in der neuesten Studie der Wirtschaftsberatung PwC zum Thema Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen 20 Prozent der Gründerkinder an, sich nicht auf die Aufgabe als neue Firmenchefin oder neuer Firmenchef zu freuen. Bei Unternehmerkindern von Betrieben, die schon einen oder mehrere Wechsel miterlebt haben waren es nur 8 Prozent, die einer Nachfolge so kritisch gegenüberstehen.

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Zwei Millionen Angestellte von Betriebsübergaben betroffen

In den Jahren 2014 bis 2018 stehen in Deutschland etwa 135.000 Betriebe zur Übergabe an einen Nachfolger bereit. Das sind 25.000 mehr als in den vergangenen 4 Jahren. Zu dieser Schätzung kommt das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn. Einen Engpass an Nachfolgern erwartet das Institut allerdings nicht.

Wie auch für den Zeitraum 2010 bis 2014 hat das IfM auch für die nächsten vier Jahre eine Schätzung veröffentlicht, bei wie vielen Familienbetrieben eine Übergabe anstehen wird. Die Zahl der Betriebe ist auf 135.000 gestiegen. Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 3 Millionen Unternehmen. Ein besonderes Interesse gilt dabei unter anderem der Anzahl der Angestellten, die von der Gesamtheit der Betriebsübergaben berührt werden. Auf etwa zwei Millionen wird die Zahl der betroffenen Beschäftigten geschätzt. Das Problem der Nachfolgeregelung ist demnach volkswirtschaftlich höchst relevant. Weiterlesen

Ein Unternehmen als potentieller Nachfolger

Die Suche nach dem passenden Nachfolger ist für viele Unternehmen ein schwieriges Unterfangen. Immer mehr Unternehmen stehen aus Altersgründen zum Verkauf, die Zahl der potentiellen Käufer hingegen ist aufgrund des demographischen Wandels sehr gering. Seniorunternehmer sollten also die Möglichkeit nicht außer Betracht lassen, ihre Firma an ein anderes Unternehmen zu verkaufen.

Viele Unternehmer, die ihren Betrieb abgeben möchten oder müssen, suchen natürlich zuerst im Familienkreis oder in der Reihe ihrer Mitarbeiter. Wenn dort niemand zu finden ist, beginnt die Nachfolgelösung schon problematisch zu werden. Denn das eigene Lebenswerk einem Fremden in die Hände zu geben, bereitet den meisten Unbehagen. Der Inhaber muss erst einmal Vertrauen entwickeln, dass der potentielle Nachfolger die Geschäfte in seinem Sinne weiterführt und den Betrieb nicht in die Insolvenz treibt. Weiterlesen

Steigendes Angebot, sinkende Nachfrage – ein großes Problem der Firmennachfolge

Ein kurzer Blick auf die demographische Entwicklung reicht, um das Problem zu erkennen: in Deutschland mangelt es an Jungunternehmern, die als potentielle Unternehmensnachfolger in Frage kommen. Dem gegenüber stehen immer mehr Seniorunternehmer, die ihr Lebenswerk in gute Hände geben möchten. Dieses Ungleichgewicht bringt zunehmend mittelständische Betriebe in Gefahr.

Die jüngsten Zahlen zum Generationswechsel in Unternehmen sind alarmierend. Dem DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2013 zufolge, gab es bereits im Jahr 2012 etwa genauso viele potentielle Nachfolger wie zu übergebende Unternehmen. Wie groß in solch einem Fall für die Chance ist, einen passenden Kandidaten für das eigene Unternehmen zu finden, kann man sich leicht ausmalen. 2010 lag das Verhältnis von Übernehmern zu Nachfolgebetrieben immerhin noch bei 1,6. Da die Altersgruppe derer, die jünger als 50 sind und sich selbständig machen, immer kleiner wird, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis mehr Unternehmen zum Verkauf stehen, als es Interessenten gibt. Weiterlesen

Unternehmensübergabe: Der Sprung ins kalte Wasser

Ein Unternehmen aufzubauen und erfolgreich zu führen ist für viele ein Lebenswerk. Die Übergabe an einen Nachfolger steht in der Regel ganz am Ende dieses Werkes und ist der einzige Bereich im eigenen Geschäft, auf dem man bisher keine Erfahrungen sammeln konnte. Für den Nachfolger ist es ähnlich. Die Entscheidung zur Selbständigkeit und speziell zur Übernahme eines bestehenden Unternehmens trifft man nicht so häufig – und möglicherweise bestimmt dieser Schritt das gesamte weitere Leben. Für beide Seiten ist es also oft ein Sprung ins kalte Wasser.

Um dieses Ereignis erfolgreich zu meistern, muss sich der Übergeber im Vorfeld einige Fragen beantworten. Warum möchte ich das Unternehmen abgeben? Wie soll der Übergabeprozess gestaltet sein? Wie soll mein Nachfolger sein? Denn auch die emotionalen Aspekte der Übergabe sollten nicht unterschätzt werden und egal ob der Nachfolger aus der Familie kommt oder fremd ist: man wird in jedem Fall einige Zeit zusammenarbeiten müssen. Weiterlesen

Gründerinnen wollen am liebsten Töchter als Nachfolgerinnen haben

Familieninterne Nachfolge wird auch von Frauen am liebsten angestrebt, jedoch bevor der Betrieb eingeht, können sie sich besser als Männer für einen externen Kandidaten entscheiden.

Der Frauenanteil bei Unternehmensnachfolgen ist mit 13 bis 23 Prozent immer noch verschwindend gering. Das heißt die Chancen, die durch eine Unternehmensnachfolge entstehen, werden von der Damenwelt noch landläufig übersehen. Falls es doch mal zu einem Generationswechsel, mit dem Ergebnis nun eine Inhaberin an der Spitze zu wissen, kommt, ist dies meist nicht geplant gewesen, sondern durch glückliche bzw. unglückliche Fügung entstanden. Daher denken diese Frauen zumeist auch schon früh über ihre eigene Nachfolge nach, damit sich die negative Geschichte nicht wiederholen muss. Um genaue Erkenntnisse über das Vorgehen von Unternehmerinnen zu erfahren, analysierte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) dazu die Meinungen von 300 Geschäftsführerinnen und Inhaberinnen, die Mitglied im Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) sind. Darunter befinden sich auch Gründerinnen von Firmen, die ein Drittel der Gesamtquote in der Wirtschaft ausmachen.

Das Resultat war, dass der Prototyp einer Unternehmerin etwa 38 Jahre alt ist, wenn sie die Leitungsfunktion einer Firma übernimmt – ganz gleich, ob sie eine Firma erst gründet oder die Nachfolge antritt. Doch die Branchenwahl ist hierbei sehr verschieden. Frauen, die eine Firma übernehmen, führen eher produzierende Gewerbe, wohingegen Gründerinnen unternehmensnahen Dienstleistungen sowie das Finanz- und Versicherungsgewerbe präferieren.

Frauen lassen sich helfen

Im Alter von 62 Jahren denke die meisten Frauen im Gegensatz zu Männern verantwortungsbewusst ans Aufhören und organisieren die Nachfolge, welche nach einer vierjährigen Planungs- und Übergangsphase auch stattfindet. Weiterlesen

Ein expemplarisches MBO in der Verlagsbranche

Kaufen statt Gründen: Der Umbruch in der Medienlandschaft eröffnet neue Karrierechancen für unternehmerische Führungskräfte.

Die aktuelle Lage der Zeitschriftenverlage sieht derzeit alles andere als rosig aus. Die Financial Times Deutschland, die Frankfurter Rundschau und das Unternehmermagazin Impulse sind leider schon im Aus oder standen kurz davor. Und das wäre nur eine Auswahl von Beispielen des Blättersterbens aus der letzten Zeit. Einige konnten niemals die Einnahmen erzielen, die zur Sicherung des Qualitätsniveaus nötig waren, andere konnten nicht Schritt mit der Wandel der Zeit halten.

Häufig ist es derart, dass größere Verlagskonzerne einfach nicht mehr in der Lage sind, Nischenpublikationen wirtschaftlich zu führen und müssen sie deswegen aufgeben. Obwohl unter anderen Voraussetzungen das Produkt durchaus überlebensfähig wäre. In diesen Fällen sollten Sie sich Fragen stellen, wenn Sie in der Verlagsbranche tätig sind: Glauben Sie an Ihre Arbeit? Glauben Sie an Ihr Magazin und wollen sie nicht, dass dieses auch ausstirbt? – Dann übernehmen Sie es doch einfach! Denn Unternehmensnachfolgen sind eine clevere Alternative zur klassischen Existenzgründung.

Insbesondere leitende Angestellte scheuen eine Existenzgründung aus dem Nichts heraus, da sie es gewohnt sind, strukturierte Positionen auszufüllen. Doch falls nicht ein philanthropischer Erbe aus Liebhaber-Gründen einspringt, werden weitere qualitativ hochwertige Zeitschriften ohne zwingende Notwendigkeit ihre Publikation einstellen müssen.

Notwendige Voraussetzungen Weiterlesen

Successor: Die erste Messe für Unternehmer, die Nachfolger suchen

Der Mangel an geglückten Unternehmensnachfolgen verdeutlicht die Notwendigkeit, die dazu geführt hat, die erste Messe für Unternehmensnachfolgen in Deutschland einzuführen. Der Leitsatz der „Successor“ ist der des deutschen Philosophen Nikolaus von Kues „Eines ist so wichtig wie’s andere: rechtzeitig zufassen und rechtzeitig loslassen können.“

In vielen Zeitungen werden fast wöchentlich Erfahrungen geschildert, wie Unternehmensnachfolgen funktioniert haben bzw. funktionieren können. Doch stets ist ein Satz bei, der verdeutlicht, dass dieser positive Fall einer von wenigen Ausnahmen ist. Und die Auswirkungen fehlerhafter Übergaben sind fatal für die deutsche Wirtschaft sowie den Mittelstand überhaupt: Denn eine Schließung von gesunden Unternehmen ist unvermeidlich, wenn kein geeigneter Nachfolger gefunden wird. Manche schätzen die Situation sogar derart falsch ein, sodass die Suche gar nicht erst stattfinden kann. Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn werden pro Jahr gar nicht so wenige mit einer plötzlichen Unternehmensnachfolge konfrontiert. Denn zehn Prozent der Inhaber werden vom Tod überrascht und vier Prozent erkranken irreversibel. Weiterlesen

Das gefährliche Spiel mit der Zeit

Wie viel Spielraum und Freiheit im Handeln ein Unternehmen noch hat, wenn er ein spezielles Alter erreicht.

Die folgende Einschätzung der Situation bei einer Unternehmensübergabe stützt sich auf Theorien, die im Buch „Unternehmensnachfolge im Familienbetrieb“ von Prof. Dr. Valentin Schackmann beschrieben wurden. Der studierte Volkswirt ist Professor für Betriebswirtschaftslehre. Seit mehr als 20 Jahren ist er in der Managementaus- und -weiterbildung tätig. Seit der Jahrtausendwende berät er kleine und mittelständische Unternehmen zu betriebswirtschaftlichen Belangen. Davor arbeitete er sechs Jahre als kaufmännischer Geschäftsführer in einem mittelständischen Unternehmen. Aus dieser Tätigkeit heraus gewann er die in seinem Buch niedergelegten Kenntnisse.

Mit 50 Jahren:

In diesem Alter sehen sich die wenigsten Firmeninhaber gezwungen, über eine Nachfolgeregelung nachzudenken. Denn 50 bedeutet für die meisten „best age“, heißt auf dem Höhepunkt des Wissens und der Erfahrung angekommen. Die Altersvorsorge sollte jedoch für einen Selbstständigen schon zur geistigen Debatte stehen. Allein Banken könnten im Falle einer Kreditvergabe daran interessiert sein, eine Unternehmensbewertung vorzunehmen. Hierbei wird unter anderem die Rentabilität des Unternehmens ermittelt und eine Feststellung eines möglichen Verkaufspreises vorgenommen. Die Absicherung des Kreditinstitutes kann demnach schon einmal als grober Umriss für eine spätere Übernahme dienlich sein.

Mit 55 Jahren: Weiterlesen

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