Übergabe als Chance zur Neustrukturierung

Wer sein Leben lang im eigenen Unternehmen hart gearbeitet und dieses womöglich selbst aufgebaut hat, wird irgendwann zwangsläufig ein wenig betriebsblind. Das Unternehmen läuft und man macht sich immer weniger Gedanken um die Zukunft, neue Märkte und Innovationen. Dabei könnten die Geschäfte noch besser laufen, wenn weiterhin Ideen entwickelt werden und vor allem globale Entwicklungen und Trends im Auge behalten werden.

Eine Unternehmensnachfolge kann der ideale Zeitpunkt sein, um mal richtig aufzuräumen oder eine Restrukturierung vorzunehmen.

Eine Unternehmensnachfolge kann der ideale Zeitpunkt sein, um mal richtig aufzuräumen oder eine Restrukturierung vorzunehmen. (Bild: flickr/ Joseph Ma. Rosell)

Wenn Betriebsblindheit und Innovationsträgheit einsetzt, ist womöglich der Zeitpunkt für einen Generationswechsel gekommen. Denn die Nachfolgegeneration steht dem Erfolgskonzept der Firma oftmals viel kritischer gegenüber und überlegt sich gut, ob der Betrieb noch marktfähig ist, bevor sie Zeit und Geld investiert. Für den Seniorunternehmer bedeutet das im Umkehrschluss: ist mein Unternehmen übergabefähig? Weiterlesen

Eine Frau als Nachfolgerin zahlt sich für die ganze Belegschaft aus

Während die großen Konzerne überlegen, wie sie die Zahl der angestellten Top-Managerinnen auf über 5 Prozent steigern können, machen die inhabergeführten KMU vor, wie es funktioniert. Vor allem wenn es um Unternehmensnachfolgen geht, sind Frauen ein großer und wichtiger Bestandteil bei Übergabelösungen geworden. Über 20 Prozent der Nachfolger sind mittlerweile weiblich, Familienbetriebe werden sogar zu etwa einem Drittel an Töchter übergeben.

Und das zahlt sich oft für den gesamten Betrieb aus. Denn Frauen wirtschaften nachhaltig und entwickeln innovative Zukunftsideen. Sie pflegen häufig einen sehr kommunikativen Führungsstil und sind um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter bedacht. Und zufriedene Mitarbeiter sind bekanntlich ein entscheidender Erfolgsfaktor. Weiterlesen

Gründerkinder stehen der Nachfolge skeptisch gegenüber

Sie haben ein Leben lang hart dafür gearbeitet, ihr Unternehmen aufzubauen und zum Erfolg zu führen – und nun steht die Nachfolge an. Aber wie? Anders als Familienunternehmen, die bereits eine oder mehrere Nachfolgen hinter sich haben, besitzen Existenzgründer keine Erfahrungen in puncto Unternehmensübergabe und tun sich daher meist schwerer.

Und wenn die Elterngeneration keinen Plan hat, wie eine mögliche Betriebsübergabe aussehen könnte, überträgt sich diese Unsicherheit auf die Töchter und Söhne. Die Folge ist eine starke Skepsis gegenüber dem elterlichen Betrieb und dessen Übernahme. So gaben in der neuesten Studie der Wirtschaftsberatung PwC zum Thema Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen 20 Prozent der Gründerkinder an, sich nicht auf die Aufgabe als neue Firmenchefin oder neuer Firmenchef zu freuen. Bei Unternehmerkindern von Betrieben, die schon einen oder mehrere Wechsel miterlebt haben waren es nur 8 Prozent, die einer Nachfolge so kritisch gegenüberstehen.

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Zwei Millionen Angestellte von Betriebsübergaben betroffen

In den Jahren 2014 bis 2018 stehen in Deutschland etwa 135.000 Betriebe zur Übergabe an einen Nachfolger bereit. Das sind 25.000 mehr als in den vergangenen 4 Jahren. Zu dieser Schätzung kommt das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn. Einen Engpass an Nachfolgern erwartet das Institut allerdings nicht.

Wie auch für den Zeitraum 2010 bis 2014 hat das IfM auch für die nächsten vier Jahre eine Schätzung veröffentlicht, bei wie vielen Familienbetrieben eine Übergabe anstehen wird. Die Zahl der Betriebe ist auf 135.000 gestiegen. Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 3 Millionen Unternehmen. Ein besonderes Interesse gilt dabei unter anderem der Anzahl der Angestellten, die von der Gesamtheit der Betriebsübergaben berührt werden. Auf etwa 2 Millionen wird die Zahl der betroffenen Beschäftigten geschätzt. Das Problem der Nachfolgeregelung ist demnach volkswirtschaftlich höchst relevant. Weiterlesen

Die 6 wichtigsten Schritte zur erfolgreichen Unternehmensübergabe

Das eigene Unternehmen abzugeben, fällt den meisten Seniorunternehmern nicht leicht. Deshalb schieben sie das Thema Nachfolge meist zu lange vor sich her. Wenn es dann schnell gehen muss, bringt das oft Enttäuschung mit sich – es findet sich nicht der richtige Nachfolger, der erzielte Verkaufspreis ist zu gering oder der Betrieb muss im schlimmsten Fall geschlossen werden. Dabei sind nur wenige, aber sehr wichtige Punkte zu beachten, damit die Übergabe erfolgreich gelingt:

1.) Fangen Sie rechtzeitig an, über die Nachfolge nachzudenken!

Eine Unternehmensübergabe braucht Zeit. Sei es, um den richtigen Nachfolger zu finden, diesen einzuarbeiten, über den Kaufpreis zu verhandeln oder alle Verträge prüfen zu lassen. Mindestens drei Jahre, idealerweise fünf Jahre bevor Sie planen, sich zur Ruhe zu setzen, sollten Sie anfangen, sich mit dem Thema Nachfolge auseinanderzusetzen. Wichtiger aber noch: Wann auch immer Sie mit der Planung der Nachfolge beginnen: Setzen Sie sich ein ausreichendes Zeitlimit, einen Unternehmensnachfolger finden ist nicht einfach. Weiterlesen

Ein Unternehmen als potentieller Nachfolger

Die Suche nach dem passenden Nachfolger ist für viele Unternehmen ein schwieriges Unterfangen. Immer mehr Unternehmen stehen aus Altersgründen zum Verkauf, die Zahl der potentiellen Käufer hingegen ist aufgrund des demographischen Wandels sehr gering. Seniorunternehmer sollten also die Möglichkeit nicht außer Betracht lassen, ihre Firma an ein anderes Unternehmen zu verkaufen.

Viele Unternehmer, die ihren Betrieb abgeben möchten oder müssen, suchen natürlich zuerst im Familienkreis oder in der Reihe ihrer Mitarbeiter. Wenn dort niemand zu finden ist, beginnt die Nachfolgelösung schon problematisch zu werden. Denn das eigene Lebenswerk einem Fremden in die Hände zu geben, bereitet den meisten Unbehagen. Der Inhaber muss erst einmal Vertrauen entwickeln, dass der potentielle Nachfolger die Geschäfte in seinem Sinne weiterführt und den Betrieb nicht in die Insolvenz treibt. Weiterlesen

Im internationalen M&A-Business hat Deutschland nur eine Statistenrolle

Wenn es um innovative hochwertige Produkte geht, ist Deutschland ganz vorn mit dabei. Nahezu jeder Krise zum Trotz exportieren deutsche Unternehmen ihre Qualitätsprodukte rund um den Globus. Wenn es um die Fusionen mit oder die Übernahme von Unternehmen auf dem internationalen Markt geht, sind die Exportchampions aber eher zurückhaltend. Das kostet Einflussmöglichkeiten im weltweiten Wirtschaftsgeschehen und kann auf lange Sicht schaden.

Deutsche Produkte sind überall auf der Welt gern gesehen, was Deutschland aktuell zu einem rekordverdächtigen Exportüberschuss verhilft – während die Wirtschaft in anderen Teilen Europas noch immer lahmt. Die Exportstärke Deutschlands stößt daher zunehmend auf internationale Kritik. Diese Überschüsse durch planwirtschaftliches Eingreifen abzubauen ist laut dem deutschen Wirtschaftsministerium nicht im Sinne der Bundesrepublik und würde auch die Stabilität der gesamten Eurozone betreffen.

Diesem Trend entgegen, spielt Deutschland im internationalen M&A-Geschehen eine vergleichbar kleine Rolle. Weiterlesen

Steigendes Angebot, sinkende Nachfrage – ein großes Problem der Firmennachfolge

Ein kurzer Blick auf die demographische Entwicklung reicht, um das Problem zu erkennen: in Deutschland mangelt es an Jungunternehmern, die als potentielle Unternehmensnachfolger in Frage kommen. Dem gegenüber stehen immer mehr Seniorunternehmer, die ihr Lebenswerk in gute Hände geben möchten. Dieses Ungleichgewicht bringt zunehmend mittelständische Betriebe in Gefahr.

Die jüngsten Zahlen zum Generationswechsel in Unternehmen sind alarmierend. Dem DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2013 zufolge, gab es bereits im Jahr 2012 etwa genauso viele potentielle Nachfolger wie zu übergebende Unternehmen. Wie groß in solch einem Fall für die Chance ist, einen passenden Kandidaten für das eigene Unternehmen zu finden, kann man sich leicht ausmalen. 2010 lag das Verhältnis von Übernehmern zu Nachfolgebetrieben immerhin noch bei 1,6. Da die Altersgruppe derer, die jünger als 50 sind und sich selbständig machen, immer kleiner wird, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis mehr Unternehmen zum Verkauf stehen, als es Interessenten gibt. Weiterlesen