Archiv für Unternehmensnachfolge

Unternehmensnachfolge ist ein andauernder Prozess

Für viele Unternehmer ist das Thema Nachfolge leidig. Man möchte sich um das Kerngeschäft kümmern und nicht darum, wie es eventuell einmal weitergeht, wenn man selbst die Firma nicht mehr führen kann. Dabei verkennen viele, dass eine Nachfolge kein Geschäftsabschluss ist, den man in wenigen Tagen erledigt.

Für Familienunternehmer beginnt der Nachfolgeprozess mit der Geburt der Kinder.

Für Familienunternehmer beginnt der Nachfolgeprozess mit der Geburt der Kinder.

Denn wenn sich der Seniorunternehmer überlegt, dass er aufhören möchte, dann ist es in der Regel noch ein langer Weg, bis der Schlüssel tatsächlich übergeben werden kann. Im Grunde ist eine Unternehmensnachfolge ein Prozess, der ein Unternehmen permanent begleitet – mitunter über viele Generationen. Gerade in Familienbetrieben wird oft die Übergabe des Betriebes an die Kinder in Erwägung gezogen. Somit beginnt die Nachfolge schon in dem Moment, in dem Kinder auf der Welt sind, denn diese sollen zu guten Unternehmern heranwachsen. Für ein gesundes Familienunternehmen darf das nicht außer Acht gelassen werden – gerade Neugründer sind in diesem Punkt oft unsicher, da sie nicht auf Erfahrungen zurückgreifen können. Weiterlesen

Erbschaftssteuer für Unternehmen soll angehoben werden

Im Herbst wird das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes erwartet, welches über die Steuervergünstigungen beim Vererben von Unternehmen entscheiden soll. Bisher können Unternehmenserben steuerlich günstig wegkommen, wenn sie einige Auflagen erfüllen. Nun wird umfassend geprüft, inwiefern diese Vorteile für Unternehmenserben mit dem Grundgesetz vereinbar sind.

Wird die Steuer für Firmenerben angehoben, werden viele Betriebe genau rechnen müssen, ob eine Weiterführung möglich ist.Verkäufe an Beteiligungsgesellschaften werden steigen.

Wird die Steuer für Firmenerben angehoben, werden viele Betriebe genau rechnen müssen, ob eine Weiterführung möglich ist. Verkäufe an Beteiligungsgesellschaften werden steigen.

Der Mittelstand – also vorrangig inhabergeführte Unternehmen und Familienbetriebe – sind der Motor und die Sicherheit der deutschen Wirtschaft. Soweit sind sich die meisten einig. Definitionsgemäß gehören Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 50 Millionen Euro und mit maximal 500 Mitarbeiten zum Mittelstand. Dazu zählen mehr als 99 Prozent aller Firmen in Deutschland, die zusammen 60 Prozent aller Arbeitsplätze stellen. In den kommenden vier Jahren suchen etwa 135.000 dieser Betriebe einen Nachfolger, da der Seniorunternehmer den Betrieb aus Altersgründen nicht mehr fortführen kann. Mit diesen Übergaben sind etwa 2 Millionen Arbeitsplätze verbunden, die auf dem Spiel stehen, sollte sich kein Nachfolger finden. Weiterlesen

Wolfgang Fuchs im Interview: Dem Mittelstand gehen die Nachfolger aus

Vor allem ostdeutsche Unternehmen haben Probleme, einen Nachfolger zu finden. Jedes Jahr müssen viele Betriebe schließen, weil sich kein neuer Chef findet, der den Betrieb übernehmen möchte. Es fehlt an mutigen Unternehmern, die sich der Herausforderung einer Unternehmensnachfolge stellen möchten. Im Interview mit den Deutschen Mittelstands Nachrichten spricht Wolfgang Fuchs, Vorstand der Fredelia AG, über die Chancen und Risiken einer Unternehmensnachfolge.

Eines der Hauptprobleme der Firmennachfolge in Deutschland, besteht darin, dass es an der Fachkraft Chef mangelt. Dafür ist zum einen der demographische Wandel verantwortlich, andererseits bringt ein Firmenkauf auch Risiken mit sich. Für den potentiellen Firmenkäufer erscheinen diese mitunter unkalkulierbar, sodass von einem Kauf doch abgesehen wird. Aus seiner langjährigen Erfahrung weiß Wolfgang Fuchs zu berichten: oft sind es Freunde und Ehepartner der Kaufinteressenten, die vom Kauf abraten. Dass die Risiken unkalkulierbar sind, stimmt jedoch nicht. Man muss sie nur im konkreten Fall finden und gegen die Chancen abwägen. Dann stellt eine Firmenübernahme eine chancenreiche Existenzgrundlage dar.

Wer ein Unternehmen ohne Risiken sucht, wird keines finden Weiterlesen

Mit einer Verkäuferfinanzierung zur erfolgreichen Übernahme

Viele Angestellte, die schon einige Hürden auf der Karriereleiter genommen haben, denken irgendwann über eine Selbständigkeit nach. Seine eigene Firma zu haben, bedeutet viel Verantwortung und viel Arbeit, aber auch mehr Freiheit und ein überdurchschnittliches Einkommen.

Nachfolgelösungen scheitern nicht selten am Kaufpreis - ein Käuferdarlehen kann in diesem Fall helfen (Bild: flickr/pfala)

Nachfolgelösungen scheitern nicht selten am Kaufpreis – ein Käuferdarlehen kann in diesem Fall helfen (Bild: flickr/pfala)

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Übergabe als Chance zur Neustrukturierung

Wer sein Leben lang im eigenen Unternehmen hart gearbeitet und dieses womöglich selbst aufgebaut hat, wird irgendwann zwangsläufig ein wenig betriebsblind. Das Unternehmen läuft und man macht sich immer weniger Gedanken um die Zukunft, neue Märkte und Innovationen. Dabei könnten die Geschäfte noch besser laufen, wenn weiterhin Ideen entwickelt werden und vor allem globale Entwicklungen und Trends im Auge behalten werden.

Eine Unternehmensnachfolge kann der ideale Zeitpunkt sein, um mal richtig aufzuräumen oder eine Restrukturierung vorzunehmen.

Eine Unternehmensnachfolge kann der ideale Zeitpunkt sein, um mal richtig aufzuräumen oder eine Restrukturierung vorzunehmen. (Bild: flickr/ Joseph Ma. Rosell)

Wenn Betriebsblindheit und Innovationsträgheit einsetzt, ist womöglich der Zeitpunkt für einen Generationswechsel gekommen. Denn die Nachfolgegeneration steht dem Erfolgskonzept der Firma oftmals viel kritischer gegenüber und überlegt sich gut, ob der Betrieb noch marktfähig ist, bevor sie Zeit und Geld investiert. Für den Seniorunternehmer bedeutet das im Umkehrschluss: ist mein Unternehmen übergabefähig? Weiterlesen

Gründerkinder stehen der Nachfolge skeptisch gegenüber

Sie haben ein Leben lang hart dafür gearbeitet, ihr Unternehmen aufzubauen und zum Erfolg zu führen – und nun steht die Nachfolge an. Aber wie? Anders als Familienunternehmen, die bereits eine oder mehrere Nachfolgen hinter sich haben, besitzen Existenzgründer keine Erfahrungen in puncto Unternehmensübergabe und tun sich daher meist schwerer.

Und wenn die Elterngeneration keinen Plan hat, wie eine mögliche Betriebsübergabe aussehen könnte, überträgt sich diese Unsicherheit auf die Töchter und Söhne. Die Folge ist eine starke Skepsis gegenüber dem elterlichen Betrieb und dessen Übernahme. So gaben in der neuesten Studie der Wirtschaftsberatung PwC zum Thema Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen 20 Prozent der Gründerkinder an, sich nicht auf die Aufgabe als neue Firmenchefin oder neuer Firmenchef zu freuen. Bei Unternehmerkindern von Betrieben, die schon einen oder mehrere Wechsel miterlebt haben waren es nur 8 Prozent, die einer Nachfolge so kritisch gegenüberstehen.

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Zwei Millionen Angestellte von Betriebsübergaben betroffen

In den Jahren 2014 bis 2018 stehen in Deutschland etwa 135.000 Betriebe zur Übergabe an einen Nachfolger bereit. Das sind 25.000 mehr als in den vergangenen 4 Jahren. Zu dieser Schätzung kommt das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn. Einen Engpass an Nachfolgern erwartet das Institut allerdings nicht.

Wie auch für den Zeitraum 2010 bis 2014 hat das IfM auch für die nächsten vier Jahre eine Schätzung veröffentlicht, bei wie vielen Familienbetrieben eine Übergabe anstehen wird. Die Zahl der Betriebe ist auf 135.000 gestiegen. Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als 3 Millionen Unternehmen. Ein besonderes Interesse gilt dabei unter anderem der Anzahl der Angestellten, die von der Gesamtheit der Betriebsübergaben berührt werden. Auf etwa 2 Millionen wird die Zahl der betroffenen Beschäftigten geschätzt. Das Problem der Nachfolgeregelung ist demnach volkswirtschaftlich höchst relevant. Weiterlesen

Die 6 wichtigsten Schritte zur erfolgreichen Unternehmensübergabe

Das eigene Unternehmen abzugeben, fällt den meisten Seniorunternehmern nicht leicht. Deshalb schieben sie das Thema Nachfolge meist zu lange vor sich her. Wenn es dann schnell gehen muss, bringt das oft Enttäuschung mit sich – es findet sich nicht der richtige Nachfolger, der erzielte Verkaufspreis ist zu gering oder der Betrieb muss im schlimmsten Fall geschlossen werden. Dabei sind nur wenige, aber sehr wichtige Punkte zu beachten, damit die Übergabe erfolgreich gelingt:

1.) Fangen Sie rechtzeitig an, über die Nachfolge nachzudenken!

Eine Unternehmensübergabe braucht Zeit. Sei es, um den richtigen Nachfolger zu finden, diesen einzuarbeiten, über den Kaufpreis zu verhandeln oder alle Verträge prüfen zu lassen. Mindestens drei Jahre, idealerweise fünf Jahre bevor Sie planen, sich zur Ruhe zu setzen, sollten Sie anfangen, sich mit dem Thema Nachfolge auseinanderzusetzen. Wichtiger aber noch: Wann auch immer Sie mit der Planung der Nachfolge beginnen: Setzen Sie sich ein ausreichendes Zeitlimit, einen Unternehmensnachfolger finden ist nicht einfach. Weiterlesen