Archiv für Unternehmensbörse-Nachfolgebörse

Successor: Die erste Messe für Unternehmer, die Nachfolger suchen

Der Mangel an geglückten Unternehmensnachfolgen verdeutlicht die Notwendigkeit, die dazu geführt hat, die erste Messe für Unternehmensnachfolgen in Deutschland einzuführen. Der Leitsatz der „Successor“ ist der des deutschen Philosophen Nikolaus von Kues „Eines ist so wichtig wie’s andere: rechtzeitig zufassen und rechtzeitig loslassen können.“

In vielen Zeitungen werden fast wöchentlich Erfahrungen geschildert, wie Unternehmensnachfolgen funktioniert haben bzw. funktionieren können. Doch stets ist ein Satz bei, der verdeutlicht, dass dieser positive Fall einer von wenigen Ausnahmen ist. Und die Auswirkungen fehlerhafter Übergaben sind fatal für die deutsche Wirtschaft sowie den Mittelstand überhaupt: Denn eine Schließung von gesunden Unternehmen ist unvermeidlich, wenn kein geeigneter Nachfolger gefunden wird. Manche schätzen die Situation sogar derart falsch ein, sodass die Suche gar nicht erst stattfinden kann. Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn werden pro Jahr gar nicht so wenige mit einer plötzlichen Unternehmensnachfolge konfrontiert. Denn zehn Prozent der Inhaber werden vom Tod überrascht und vier Prozent erkranken irreversibel. Weiterlesen

Unternehmensnachfolger finden

Findet sich keine familieninterne Lösung, stellt sich für den Unternehmer zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben die Frage nach dem richtigen Nachfolger für sein Lebenswerk. Jedes Jahr steht, je nach Quelle, bei 50.000 bis 80.000 Unternehmen in Deutschland eine Nachfolgeregelung an (in Österreich bei geschätzten 5.000 bis 6.000 Betrieben).

Der Anteil der familieninternen Übergaben sinkt in den deutschsprachigen Ländern seit längerer Zeit kontinuierlich und auch der stetig steigende Anteil von Frauen als Unternehmensnachfolgerinnen kann diesen Trend nicht stoppen. Ursache ist, neben der demographischen Entwicklung, vor allem ein Wertewandel, sowohl bei Inhabern, als auch den Kindern. Denn die jüngeren Generationen sehen sich zunehmend weniger in der Pflicht, das unternehmerische Erbe der Eltern anzutreten. Und auch die Unternehmer selbst möchten ihren Kindern, anders als in vergangenen Generationen üblich, immer öfter die freie Wahl über ihre berufliche Zukunft überlassen. Und diese Wahl fällt leider zunehmend gegen das eigene Familienunternehmen aus.

Findet sich dann auch im eigenen Unternehmen kein leitender Angestellter, der, fachlich geeignet und finanziell genügend ausgestattet, die Betriebsnachfolge im Rahmen eines so genannten Management Buy-Out (MBO) antreten kann, muss der Inhaber beizeiten einen externen Unternehmensnachfolger finden.

Management Buy-in (MBI) als Herausforderung für den ausscheidenden Inhaber

Für viele Unternehmer ist der Verkauf ihres Betriebes an einen Weiterlesen

Betrieb mit Hund sucht (neuen) Inhaber mit Herz

Firmeninhaber suchen Nachfolger per TV-Casting im Öffentlich-Rechtlichen

Fleischer Johannes Hierling leitet eine Metzgerei mit mehreren Filialen und insgesamt 18 Angestellten. Es läuft gut. Doch der 55-Jährige weiß, dass auch er seinen Betrieb nicht ewig weiter führen kann. Seine Kinder haben kein Interesse an der Unternehmensnachfolge, daher muss sich der Metzger nun anderweitig nach einem geeigneten Kandidaten umschauen.

In einer ähnlichen Situation ist Walter Hellstern. Auch der 60-jährige Hotelier plant für den Ruhestand und muss außerhalb der Familie nach jemandem suchen, der sein Traditionsunternehmen mit Energie und Engagement weiterführt.

Lange hielten bisher unter anderem diese zwei Inhaber erfolglos Ausschau nach einem Ideal-Nacholger. Die neue Sendung im SWR „Wer kann Chef?“* soll genau solchen Firmeninhabern dabei helfen, einen geeigneten Nachfolger zu finden. „Marktcheck“-Moderatorin Hendrike Brenningkmeyer präsentiert ambitionierte Kandidaten und lässt sie auf Herz und Nieren prüfen. Ob die gestellten Aufgaben praxisrelevant sind und ausschlaggebend für die ideale Unternehmensnachfolge, sei dahingestellt. Denn die Zukunft des Unternehmens hängt eher unwahrscheinlich von der Fähigkeit des Chefs die Kasse zu machen ab. Doch selbst wenn alle Fernsehspiele bestanden wurden und sogar Persönlichkeit und Motivation passen, können der Kaufpreis, die Übernahmeregelung oder Ablöseprozesse doch unüberbrückbare Hürden darstellen.

Ebenso blendet die Sendung aus, dass es bei einem geplanten Inhaberwechsel unvorteilhaft sein kann, das Übergabevorhaben bereits im Vorfeld in der breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren. Geschäftspartner könnten abspringen, Mitarbeiter verunsichert werden und Konkurrenten könnten den Übergang zu ihrem Vorteil nutzen.

Löblich ist, dass die Castingshow die Wichtigkeit der fehlenden Nachfolgelösungen aufzeigt. Denn laut Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) wurden allein im Jahr 2010 rund 1800 Firmen geschlossen, weil der Unternehmer keinen Nachfolger fand. Mehr als 23.000 Arbeitsplätze sind dadurch verlorengegangen.

Doch auch das Fernsehen kann nur bedingt unter die unter die Arme greifen.

*edit 18.09.2014: Der SWR-Link ist inzwischen leider nicht mehr verfügbar.

Wenn Nachfolgepläne scheitern

Innerhalb von zwei Wochen sind mir drei Unternehmer vorgestellt worden, deren Betriebe in Ermangelung eines passenden Unternehmensnachfolgers, bzw. Unternehmenskäufers liquidiert wurden, bzw. bei denen eine Liquidation geplant ist:

Gesundes Metallbauunternehmen: Liquidation mangels Nachfolger

Fall 1: Ein Metallbaubetrieb im Berliner Umland, mit glänzender Vergangenheit und branchenbekanntem Namen. Die Umsätze lagen noch vor sieben Jahren deutlich jenseits der Millionen-Euro-Marke, bei satten Erträgen. Ein Berater versuchte über drei Jahre erfolglos einen Nachfolger zu finden. Der Inhaber stimmte schließlich in Eigenregie der Übernahme durch einen Wettbewerber zu und verlegte den Firmensitz schon einmal in dessen Nähe. Der Deal platzte und der Unternehmer hat aufgegeben, die Versuche haben ihn über die Jahre zu viel Kraft und Nerven gekostet. Als inzwischen nur noch 1-Mann-Betrieb erwirtschaftet er stabile 150.000-180.000 EUR Umsatz im Jahr und wird trotzdem zum Jahresende 2012 liquidieren, die Betriebsausstattung soll an einen Industrieverwerter verkauft werden. Weiterlesen

Unternehmensnachfolger sucht Unternehmen in Berlin

Für einen langjährig erfahrenen Geschäftsführer (Dipl.-Ing.) suchen wir einen gesunden Berliner Betrieb für eine klassische Nachfolgelösung im Rahmen eines Management Buy-ins. Altersnachfolge bevorzugt.

Unser MBI-Kandidat wünscht sich möglichst ein alteingesessenes Unternehmen als Unternehmensnachfolger zu übernehmen, für das aus Altersgründen des Inhabers ein Nachfolger gesucht wird. Angestrebt wird eine vollständige Übernahme oder Mehrheitsbeteiligung mit mindestens dreimonatiger Einarbeitungszeit, andere Übernahmevarianten sind jedoch denkbar; auch ein kurzfristiger Unternehmenskauf wäre gegebenenfalls möglich.

Suchprofil: Umsatz 5-50 Mio. EUR, ca. 30-150 Mitarbeiter. Bevorzugte Branchen: Maschinenbau, Produktion, Beratung, Gesundheitswesen.

Region: Berlin und unmittelbar angrenzende Bezirke (Potsdam, Teltow, Schönefeld, Falkensee, Oranienburg, Bernau, Ahrensfelde, Strausberg).

Weitere Details zur gesuchten Unternehmensnachfolge und zum Fähigkeitenprofil des Nachfolgekandidaten entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Unternehmenskauf-Profil.

Für eine erste, unverbindliche Kontaktaufnahme wenden Sie sich bitte vertraulich an die Fredelia-AG-Unternehmensnachfolgen, die exklusiv mit der Firmensuche beauftragt wurde und den Käufer bei der Übernahme berät:

Kontakt Unternehmensverkauf, Ref. K1211

Unternehmensnachfolgerinnen

Als Nachfolgerinnen kommen Frauen oft unerwartet in die Führungsrolle eines Betriebes. Innerhalb der Unternehmerfamilien werden Söhne offensichtlich immer noch bevorzugt, Töchter trauen sich weniger zu oder ihnen wird weniger zugetraut. An der Qualifikation der Frauen liegt es (zumindest statistisch) nicht. In einem Artikel berichtet das Magazin Berlin Maximal* jetzt über Frauen als abgebende Unternehmerinnen. Fazit: Frauen können besser loslassen als Männer. Und: Frauen geben eher geschlechtsunabhängig ab.

In Deutschland ist die Quote der Unternehmer unter Männern immer noch fast doppelt so hoch wie die der Frauen, auch wenn die Gruppe der selbständigen Frauen schneller wächst. Speziell beim Thema Unternehmensnachfolge ist Österreich in puncto Gleichberechtigung der Geschlechter Deutschland ja bereits deutlich voraus.

Zumindest zu einem Teil scheint das Ungleichgewicht auch an der Art des Unternehmens zu liegen. Auf die Ausschreibung einer zur Übernahme stehenden Hausverwaltung meldeten sich bei der Nachfolgebörse der Fredelia AG zu über 80% Frauen als Kaufinteressentinnen. Für einen Maschinenbaubetrieb keine einzige.

 

*Der Link ist inzwischen leider nicht mehr verfügbar.

Preise steigen

Wie das Magazin impulse berichtet, werden die bei M&A zu erzielenden Preise in 2011 spürbar steigen. Die auf Unternehmensbewertung spezialisierte Beratungsgesellschaft Klein & Coll sieht die Gründe dafür in den sich allmählich wieder verbessernden Kreditbedingungen für Übernahmen und der wieder erstarkten Kauflust vieler Investoren. Der Faktor, um den der Kaufpreis auf den Jahresumsatz abhebt, erhöht sich je nach Branche unterschiedlich stark, am meisten in Hightech- und Automobilbranche – Ein weiterer Indikator für die siebte M&A-Welle (wir berichteten am 08. Oktober).