Themenarchiv für Frauen als Unternehmensnachfolgerinnen

Jedes fünfte Unternehmen wird von einer Frau übernommen

Schon wieder ist ein Jahr vorbei und auch dieses Jahr fand der Nationale Aktionstag zur Unternehmensnachfolge durch Frauen statt. Am 23. Juni gab es bundesweit Diskussionen und Informationsveranstaltungen zum Thema „Nachfolge ist weiblich“.

Immer mehr Frauen wagen den Karriereschritt als Unternehmensnachfolgerin. Es könnten noch mehr werden.

Soll ich oder soll ich nicht. Frauen zögern häufig, wenn es um die eigene Karriere geht und trauen sich zu wenig zu. So auch bei Unternehmensnachfolgen.

Die Frauenquote ist beschlossen. Aber was auch immer man davon halten mag, sie hilft nur einer kleinen Anzahl von weiblichen Top-Managern, die einen Aufsichtsratsposten in einem großen Unternehmen anstreben. Da es sich hier auch nicht um einen Vollzeitjob handelt, sondern Mandatshäufungen die Regel sind, bleiben nicht viele Frauen übrig, die davon profitieren werden. Weiterlesen

Weniger Gründungen – aber dafür mehr Frauen

Frauen sind die Existenzgründer von morgen – das zeigt die neueste Analyse der KfW zum Thema Gründungsgeschehen. Schon heute machen sie einen erheblichen Teil der Gründer aus. Noch nie waren es so viele wie im Jahr 2013. Das Gründungsgeschehen insgesamt hingegen nimmt ab.

Immer mehr Frauen wagen den Schritt in die Selbständigkeit - und kommen damit auch als Nachfolgerinnen in Frage.

Immer mehr Frauen wagen den Schritt in die Selbständigkeit – und kommen damit auch als Nachfolgerinnen in Frage.

Von den 868.000 Menschen, die sich im vergangenen Jahr selbständig gemacht haben, waren 43 Prozent weiblich. Ein Rekordhoch. Frauen- -vor allem auch mit Kindern – sind also durchaus gewillt, die Energie für eine Existenzgründung aufzubringen und das damit verbundene Risiko einzugehen. Sie sollten daher auf keinen Fall beim Thema Unternehmensnachfolge vergessen werden. Glücklicherweise zeigt sich auch bei der Unternehmensübernahme durch Frauen ein positiver Trend. Weiterlesen

Der Nachfolgeprozess hätte ruhig etwas länger dauern dürfen

Carola Zarth ist Unternehmerin in dritter Generation. Die Auto-Elektrik G. Holtz & Co. KG übernahm sie von ihrem Vater, der wiederum von seinem. Im Juli erhielt sie den zweiten Preis bei der Wahl zur Berliner Unternehmerin des Jahres. Im Interview mit Fredelia berichtet Sie von ihrer wichtigsten Neuerung als junge Nachfolgerin und welchen Rat sie Seniorunternehmern geben möchte.

Starker Zusammenhalt: alle Mitarbeiter der Auto-Elektrik G. Holtz & Co. KG haben im Unternehmen gelernt oder eine Umschulung gemacht.

Starker Zusammenhalt: alle Mitarbeiter der Auto-Elektrik G. Holtz & Co. KG haben im Unternehmen gelernt oder eine Umschulung gemacht.

Frau Zarth, ihr Unternehmen hat eine lange Familientradition. Sie sind sie erste Frau an der Spitze. War das für Sie zu irgendeinem Zeitpunkt problematisch?

Carola Zarth: Als ich 1984 hier angefangen habe, waren die Kunden noch ein stückweit anders. Da ist es häufig passiert, dass man in der Kundendienstannahme das Auto entgegen nehmen wollte und überm Kopf hinweg geguckt wurde: wo ist denn der Meister. Das ist eine Sache, die sich in den letzten 10 bis 15 Jahren stark verändert hat. Das ist auch nicht bezogen auf eine Generation. Es sind genauso die älteren Herren, die das nicht mehr ungewöhnlich finden, wenn da eine Frau sitzt, wie auch die Jüngeren.

Dazu haben Sie ja sicher auch maßgeblich beigetragen.

Carola Zarth: Es gibt ja auch noch andere Frauen im Unternehmen. Ich bin sicher den Kunden über viele Jahre bekannt. Aber auch meine weiblichen Mitarbeiter haben da deutlich weniger Probleme als früher.

Wie war der Übergabeprozess zwischen Ihnen und Ihrem Vater gestaltet? War es von Anfang an klar, dass Sie das machen? Weiterlesen

Immer mehr Frauen in der Unternehmensnachfolge

Auch in diesem Jahr findet der bundesweite Aktionstag „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ statt – am 26. Juni bereits zum sechsten Mal. In 200 Veranstaltungen deutschlandweit soll mehr Bewusstsein für das Thema Unternehmensnachfolge geschaffen werden und vor allem Frauen dazu animiert werden, diese Karrieremöglichkeit in Betracht zu ziehen.

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Bis zum Jahr 2018 suchen rund 135.000 Unternehmen in Deutschland eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Von dem Erfolg der Übergabe hängen jährlich rund 300.000 Arbeitsplätze ab. Ein wirtschaftlich überaus relevantes Thema also. Bei familieninternen Übergaben wird nur jede zehnte Firma an eine Tochter übergeben. Insgesamt liegt der Anteil von Nachfolgerinnen bei gut 20 Prozent. Immerhin! Aber das ist noch nicht genug, findet die bundesweite gründerinenagentur (bga) zu recht und hat daher die Kampagne „Nachfolge ist weiblich“ ins Leben gerufen. Ziel der Initiative: Frauen ermutigen, Führungspositionen zu übernehmen.

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Eine Frau als Nachfolgerin zahlt sich für die ganze Belegschaft aus

Während die großen Konzerne überlegen, wie sie die Zahl der angestellten Top-Managerinnen auf über 5 Prozent steigern können, machen die inhabergeführten KMU vor, wie es funktioniert. Vor allem wenn es um Unternehmensnachfolgen geht, sind Frauen ein großer und wichtiger Bestandteil bei Übergabelösungen geworden. Über 20 Prozent der Nachfolger sind mittlerweile weiblich, Familienbetriebe werden sogar zu etwa einem Drittel an Töchter übergeben.

Und das zahlt sich oft für den gesamten Betrieb aus. Denn Frauen wirtschaften nachhaltig und entwickeln innovative Zukunftsideen. Sie pflegen häufig einen sehr kommunikativen Führungsstil und sind um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter bedacht. Und zufriedene Mitarbeiter sind bekanntlich ein entscheidender Erfolgsfaktor. Weiterlesen

Gelungene Unternehmensnachfolge: die Erfolgsstory einer Berliner Druckerei

Im Interview mit der Fredelia AG erzählt Ines Schöne welche Vorteile ein Unternehmenskauf gegenüber Neugründung hat, welche unpopulären Entscheidungen man als Unternehmerin manchmal treffen muss und warum Sie niemals auf die Unterstützung professioneller Berater verzichten würde.

Frau SchöneFoto_Schöne_klein, Sie haben im Angestelltenverhältnis erfolgreich Karriere gemacht und waren Vertriebsleiterin in verschiedenen Unternehmen. War für Sie trotzdem die ganze Zeit klar, dass Sie irgendwann ihre eigene Chefin sein möchten?

Ines Schöne: Eigentlich hat sich das so entwickelt. Alle Tätigkeiten die ich ausgeübt habe, waren dadurch geprägt, dass ich ziemlich selbständig arbeiten durfte und konnte. Was diesen Unternehmen auch zugute kam. Ich konnte dort alle meine Stärken mit einbringen. Als ich dann arbeitslos wurde aus der letzten Tätigkeit heraus, weil die Herren sich dort verkalkuliert hatten, war für mich total klar, dass jetzt nur noch eine Selbständigkeit geht. Weil ich auch immer sehr engagiert gearbeitet habe und das wollte ich nicht mehr für andere Leute tun. Also wenn ich schon viel Verantwortung übernehme, dann wollte ich sie jetzt auch allein tragen.

Also Sie sind in die Selbständigkeit gegangen, weil Sie gekündigt wurden. Ansonsten wären Sie dort geblieben? Weiterlesen

Übernahme statt Neugründung

Wer sich mit dem Gedanken der Selbständigkeit trägt, sollte lieber ein bestehendes Unternehmen kaufen, anstatt ganz von vorn zu beginnen. Diesen Tipp erhielt man gleich mehrfach  beim Expertinnengespräch  in der Gründerinnenzentrale Berlin zum Aktionstag „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ am vergangenen Donnerstag. Dabei ist es gerade für Frauen nicht immer leicht, andere davon zu überzeugen, dass sie die richtige Nachfolgerin sind.

Am 13. Juni 2013 rief die bundesweite Gründerinnenagentur (bga) zum Nationalen Aktionstag „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ auf.  Im gesamten Bundesgebiet fanden Veranstaltungen statt, auf denen sich interessierte Frauen über den Kauf eines Unternehmens informieren konnten. Unternehmerinnen, die ihr Geschäft übergeben möchten oder bereits eine erfolgreiche Übernahme hinter sich haben, teilten ihre Erfahrungen mit und gaben Tipps, worauf man achten sollte, wenn man eine Firma kauft oder verkauft. Ziel des Aktionstages, der bereits zum fünften Mal stattfand, ist es, die vielen hochqualifizierten Frauen, die es Deutschland gibt, zu ermutigen ihre eigene Chefin zu werden. Weiterlesen

Nachfolge ist weiblich

Jedes Jahr suchen rund 22.000 Unternehmen in Deutschland eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Eine gescheiterte Übernahme bringt viele Nachteile mit sich. Dennoch wird nur jedes zehnte Familienunternehmen an eine Tochter übergeben.

Genau wie Frauen als Angestellte in Führungspositionen noch selten zu finden sind, stellen sie auch bei Nachfolgelösungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Minderheit dar. Aber man kann sich über einen Aufwärtstrend freuen. Von einem Anstieg auf über 20 Prozent berichtet die bundesweite gründerinnenagentur (bga)*. Es gibt aber noch sehr viel mehr Unternehmen, die eine neue Chefin brauchen, denn viele erfolgreiche Familienunternehmen müssen schließen, weil sie keinen geeigneten Nachfolger bzw. keine geeignete Nachfolgerin finden. Weiterlesen