Themenarchiv für Allgemein

Plötzlich Nachfolger

Ungeplante Unternehmensnachfolgen passieren häufiger als man denkt – durch Krankheit oder Tod des Seniorunternehmers. Plötzlich steht man als Tochter oder Sohn vor einer enormen Herausforderung und muss eine schnelle Entscheidung treffen. Viele Juniorunternehmer trifft ein solches Schicksal dann, wenn sie sich noch gar nicht bereit fühlen oder entschieden haben, ob sie überhaupt ins elterliche Unternehmen einsteigen möchten.

Plötzlich Ausfall des Chefs (Bild: Menschenleere Bank mit wertvoller Uhr)

Wenn die Chefbank unerwartet leer wird, rennt die Zeit. Ist keine klare Nachfolgeregelung getroffen, sollte die Familie nicht zögern, Beratung und möglicherweise einen Interimsgeschäftsführer zu suchen.

Die Nachfolgeregelung wird in vielen Familienunternehmen komplett vernachlässigt oder unzureichend geklärt. So kommen viele Jungunternehmer zu ihrem Chefposten, ohne dass dies geplant oder gewollt war. Das kann gut gehen – birgt aber ein enormes Risiko für das Unternehmen und die ganze Familie. Plötzlich Unternehmer zu sein – ohne ausreichende Einarbeitung und eine strukturierte Übergabe – kann einen Nachfolger derart überfordern, dass die Zukunft des Unternehmens auf dem Spiel steht.

Im Todesfall des bisherigen Chefs kommt außerdem Trauer im Familienkreis hinzu – ein Umstand, der das schnelle, klare und betriebsorientierte Handeln und Entscheiden ebenfalls erschwert oder gar unmöglich macht. Weiterlesen

Unternehmer werden: der sicherste Weg zum Reichtum

Jährlich veröffentlicht Forbes eine Liste der reichsten Männer und Frauen der Welt. Reich heißt in diesem Fall, dass es sich um mehrere Milliarden Dollar Vermögen handelt. Und es zeigt sich – das ist keine Überraschung – die Reichsten der Reichen sind allesamt Unternehmer. Allen voran, seit Langem der reichste Mann der Welt: Microsoft-Gründer Bill Gates mit einem geschätzten Besitz von umgerechnet 70 Milliarden Euro. Unternehmer zu werden ist also der beste Weg, um richtig Geld zu verdienen. Wenn man es nicht quasi von Geburt an ist, weil man in einen Familienbetrieb hinein geboren wurde und diesen geerbt hat, hilft nur selber gründen oder kaufen.

Monopoly Männchen auf einer Graffiti-Wand. Hier geht es um Geld.

Als Unternehmer geht man ein hohes Risiko ein, hat dafür aber die besten Verdienstchancen.

Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass man als Firmenbesitzer wirklich reich wird. Denn man darf die 80 Prozent aller Unternehmensgründungen nicht außer Acht lassen, die auf ihrem Weg scheitern. Aber ohne Risiko keinen Erfolg. Weiterlesen

Unternehmen trauen sich nicht

Die Risikoscheu der Unternehmer und der Banken bei der Kreditvergabe verhindern das Ansteigen des M&A Index in Deutschland. Was wird passieren müssen, damit unsere Firmen sich dem in den USA vorgelebten Mut anschließen und wieder in Fusionen und Übernahmen investieren?

Bei Fusionen und Übernahmen (M&A) surft Deutschland weiterhin nicht auf der Welle des Erfolges. Obgleich Deutschlands Wirtschaft bisher nicht stark von der Krise beeinträchtigt wurde, gibt es laut Berechnungen des Zentrums der Europäischen Wirtschaftsforschung (ZEW) keinen Aufschwung, was den M&A-Bereich angeht. Noch zur Jahrtausendwende war der Ausgangswert des ZEW-Zephyr M&A Index bei 100 Punkten, Anfang 2011 bewegt er sich nur noch bei 60.

Und so schnell soll sich das auch nicht ändern, meinen die Experten und prognostizieren bis 2013 keine Anstieg des Index. Trotz einiger funktionierender Deals, die in den ersten sechs Monaten von 2012 abgeschlossen wurden, konnte der M&A-Markt keinen merklichen Aufwind bekommen. Zum Beispiel blieb der Index völlig unbeindruckt vom Verkauf des Immobiliengeschäfts der Deutschen Kreditbank an die TAG Immobilien, obwohl 160 Millionen Euro den Eigentümer wechselten.

Nur der Mut fehlt

Der gut stehende Dax begünstigt vermehrt Börsengänge, wie in jüngster Vergangenheit von Telefonica oder Talanx gezeigt. Doch für eine Übernahme und Fusion spielen zusätzliche Faktoren eine bedeutende Rolle. „Die konjunkturelle Entwicklung und Erwartung ist entscheidend. Die Unsicherheit schreckt Investoren ab“, sagt Vigen Nikogosian, Projektleiter beim ZEW. Der eingeschränkte Wille von Banken Kredite zu vergeben, ist sicherlich auch eine Variable um die fehlenden Übernahmen und Fusionen zu erklären. Denn damit wird trotz günstiger Zinssätze verhindert, dass flüssiges Kapital zum Erwerb von Firmen vorhanden ist.

Das Land des wiedergefundenen Vertrauens

Ganz im Gegensatz zu unserem Land ist die USA klar auf dem Vormarsch, was Fusionen und Übernahmen angeht: „Die Investoren haben dort wieder Vertrauen gewonnen. Allerdings haben sich zuvor die Transaktionen zwischen 2006 und 2009 auch halbiert“, sagt Nikogosian.

Immerhin gebe es einen Hoffnungsschimmer. Nicht zuletzt muss durch einen Wandel in der Bankenbranche Bewegung in den M&A-Markt kommen. „Wir warten eigentlich auf eine M&A-Welle. Die könnte durch externe Schocks hervorgerufen werden“, sagt Nikogosian. Dazu könnte die Forderung führen, die Banken organisatorisch in Kreditbanken und Investmentbanken zu trennen. Die Unternehmen müssten dann den bürokratischen Aufwand dazu gebrauchen, Geschäftszweige abzustoßen, die in näherer Zukunft unprofitabel erscheinen, schätzt der Experte.

Das könnte dann auch im gesamten Euro-Raum eine gewisse Genesung der M&A-Tätigkeit hervorrufen. Denn von wenigen Ausnahmen abgesehen steht Deutschland mit den geringen Übernahmeaktivitäten nicht alleine da. Einzig die Marktbereinigung in der spanischen Bauindustrie führt dort gerade zu einem hohen Anstieg bei Fusionen und Übernahmen.

Die Gründung – aber der Gründer

Von 12. bis zum 18. November tagt in Deutschland zum fünften Mal die Gründermesse. Eine Vielzahl von Workshops und Wettbewerben sollen Anreize für noch Unentschlossene bieten und die Gründungskultur weiter anregen. Wie sehr die Ermutigung vor allem noch bei Frauen benötigt wird, zeigen zwei Daten-Auswertungen ganz unterschiedlich.

Männer gründen, Frauen unterstützen bestenfalls dabei – so lautet schon lange nicht mehr die gängige Philosophie in ganz Deutschland. Im Großen und Ganzen scheint es jedoch immer noch nicht üblich, dass Frauen genauso oft wie Männer gründen. Der häufigste Grund: Sie sind oft zu selbstkritisch mit sich und ihrer Arbeit.

Der aktuelle KfW-Gründungsmonitor wertete das Jahr 2011 aus. Das überraschende Ergebnis: Mit 42,5 Prozent konnten die Frauen aus den neuen Bundesländern nicht nur den höchsten Anteil an Gründungen im Osten Deutschlands seit der Jahrtausendwende verzeichnen, sondern übertrafen ihre Mitstreiterinnen aus dem Westen sogar um 1,2 Prozent. Zur Jahrtausendwende wurden nur 30% Prozent aller Neugründungen von Frauen aus dem Osten auf die Beine gestellt.

Andere Daten – andere Sicht

Zu einer anderen Beurteilung kommt man beim Blick auf die Daten des Mannheimer Unternehmerpanels vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Hier wurde fürs Jahr 2011 eine weniger positive Bilanz für die Frauen gezogen, da von den etwa 203.000 neuen Unternehmen nur 22 Prozent alleinig von Frauen gegründet wurden. Wenn man die gemischten Gründerteams auch dazurechnet, kommt man am Ende trotzdem nur auf 26 Prozent. Also maximal ein Viertel aller bundesweiten Neugründungen werden von Frauen in Angriff genommen. „Der typische Gründer ist männlich, etwa 39 Jahre alt, hat mehrere Jahre Berufserfahrung und ist Akademiker“, sagt ZEW-Expertin Gottschalk. „Frauen gründen häufig alleine, sie gründen kleiner und haben weniger Beschäftigte als Männer.“

Helfende Eigenschaften

Jedoch außerhalb dieser Eckdaten gebe es den Archetypus eines Gründers nicht. Er/Sie muss keinen bestimmten Charakter haben oder in seinem Lebenslauf gewisse Merkmale aufweisen. Jedoch Eigenschaften wie Durchhaltevermögen und kontinuierliche Eigenmotivation sind essentiell. Zu Tausend Prozent sollte ein Gründer am besten von seiner Geschäftsidee überzeugt sein, denn so kann er auch andere davon begeistern bzw. überzeugen. Nichts ist schlimmer als sich und seinen Plan ständig zu hinterfragen. Dieses Verhalten blockiert erfolgreiches Handeln. Es ist wie in der Liebe, wenn alle Fehler des Partners am Anfang gleich gesehen werden und man sich immer wieder fragt, ob es jetzt das Richtige ist, wagt man den Schritt in die vielleicht glücklichste Beziehung seines Lebens nie. Fehler machen gehört zur Unternehmensgründung einfach dazu, doch die kritische Haltung, die Frauen gegenüber sich selbst an den Tag legen, wirkt kontraproduktiv und sie gründen leider eher nicht.

IT-Startup-Unternehmer: die jungen Wilden von Nebenan – weit gefehlt

Der IT-Branchenverband Bitkom gab eine Studie in Auftrag, wonach ermitteln werden sollte, wie alt der typische Gründer eines IT-Startups ist und wo er herkommt. Die Ergebnisse sind überraschend.

Neue Ideen, Innovationen, kreativ knisterndes Klima, an Waghalsigkeit grenzender Mut – all das müsste man meinen, findet sich vor allem unter dem studentischen Volk oder frisch Gebackenen Absolventen wieder. Doch diese Vorstellung hat nichts mit der Realität zu tun, zeigt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Diese forschte im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom genauer über die Altersstrukturen von deutschen IT-Startup-Gründern. Das ZEW fand heraus, dass der ein Gründer durchschnittlich 38 Jahre alt ist und darunter werden wenige Studenten im 30. Semester vermutet. Gründungsbeispiele wie die von Mark Zuckerberg kommen in Deutschland nur selten vor. Denn mit 17 Jahren Berufserfahrung, davon elf Jahre in der IT-Branche gesammelt, nehmen die meisten Startup-Gründer ein eigenes Unternehmen in Anspruch. Erfahrung ist laut Studie genauso wichtig wie eine hochqualifizierte Bildung, denn nur knapp mehr als die Hälfte aller Gründer haben je eine Universität besucht. Die Mitarbeiter in solchen Firmen haben auch nur zu 36% studiert und zur Hälfe eine abgeschlossene Berufsausbildung. Der Großteil von Startup-Unternehmen sind Neugründungen aus bereits existierenden Firmen. Schließlich entscheiden sich Menschen lieber aus einem sicheren Arbeitsverhältnis heraus, in dem ein finanzieller Puffer für die Selbstständigkeit erwirtschaftet werden konnte, als sich am Anfang ihrer Karriere in Schulden zu stürzen.

In München, Berlin und Hamburg wird fleißig gegründet

Die deutschen Zentren von kreativen IT-lern liegen laut Studie in München und Berlin, da hier die meisten Startups aus dem Boden schießen. Die ostdeutschen Bundesländer bilden das Schlusslicht im Bezug auf IT-Gründungen. Insgesamt wurden 2011 mehr als 8000 Firmen deutschlandweit in diesem Wirtschaftszweig gegründet. Damit stieg die Zahl der Gründungen um ein Viertel im Vergleich zu den Vorjahren seit 1995.

Alles aus eigener Kraft

„In Summe braucht ein Gründer circa 700.000 Euro über einen Zeitraum von vier Jahren, wobei das Gründungsjahr selbst mit 70.000 Euro eher bescheidener ausfällt“, sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf.

Beim Blick in andere Branchen ist das ein gängiger finanzieller Rahmen für den Anfang. Im Gegensatz zu anderen Fachbereichen jedoch können sich IT-ler nicht auf öffentliche Zuschüsse freuen. Die Neugründungen müssen sich schnell auf dem Markt beweisen, da sie lediglich aus selbst erwirtschafteten Einnahmen und dem Gründereigenkapital schöpfen. So ist es auch wenig verwunderlich, dass nur zirka 60 Prozent aller IT-Startups ihr fünfjähriges Bestehen feiern.

Mut und Kreativität zahlt sich aus

Zur Förderung von Existenzgründung hat der Arbeitskreis „ExistenzGründerPartner Oderland“ seit neun Jahren eine Wettbewerb ins Leben gerufen, der die beste Idee und Umsetzung mit 2012 Euro und einem Werbefilm für das Unternehmen prämiert. Lesen Sie, was ein Preisträger alles mitbringen muss.

In Frankfurt wurde letzte Woche schon zum neunten Mal der Existenzgründerpreis verliehen. Er ist mit 2012 Euro Preisgeld dotiert und einen Imagefilm über den Gewinner  sowie fürs Wirtschaftsleben wichtige Kontaktegibt es obendrein. Die Bewerbung um den Existenzgründerpreis ermögliche den Unternehmern auch immer, ihr Netzwerk zu erweitern. Der diesjährige Sieger war „Einfach Fair Catering GmbH“.

Insgesamt seien 17 Bewerbungen mit Existenzgründerideen beim Arbeitskreis „ExistenzGründerPartner Oderland“  eingegangen. Es ist ein gutes Zeichen für die wirtschaftlich eher schlecht gestellte Region, dass es so viele Menschen gibt, die mutig und kreativ einen Einfall zur Existenzgründung umsetzen. Das Essentielle für den Gewinn eines solchen Wettbewerbs und den im echten Leben ist eine tragfähige Idee und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist kein einfacher und jeder braucht dafür eine gehörige Portion Mut und Beharrlichkeit diesen teils steinigen Weg zu gehen, beobachtet Uwe Hoppe, Sprecher des Arbeitskreises.

Groß denken

Der Preisträger ist ein gutes Beispiel dafür. Jörg Holsteint verwirklichte vor etwa drei Jahren seinen Traum. 15 Jahre Berufserfahrung als leitender Angestellter in der Gastronomie gingen seinem Wunsch voraus. 1981 begann er als junger Mann eine Lehre zum Koch in Eisenhüttenstadt, wo er Stück für Stück das Kochhandwerk lernte, um bald darauf eine Stelle als Abteilungskoch zu erhalten. Grillbar- und Küchenleiter –  erklomm er die Sprossen der Karriereleiter weiter. Bevor Jörg Holstein beschloss 2009 sein eigenes Catering-Unternehmen zu gründen, bekleidete er den stellvertretenden Posten des Geschäftsführers einer Berliner Cateringfirma. Mittlerweile ist die „Einfach Fair Catering GmbH“ fest in der Brandenburger Cateringszene etabliert und 50 Mitarbeiter arbeiten kräftig am weiteren Ausbau mit. Drei Bestandteile sind momentan fest im Alltag des Unternehmens verankert: Betriebscatering, Eventcatering sowie Schul- und Kitaversorgung.

Betrieb mit Hund sucht (neuen) Inhaber mit Herz

Firmeninhaber suchen Nachfolger per TV-Casting im Öffentlich-Rechtlichen

Fleischer Johannes Hierling leitet eine Metzgerei mit mehreren Filialen und insgesamt 18 Angestellten. Es läuft gut. Doch der 55-Jährige weiß, dass auch er seinen Betrieb nicht ewig weiter führen kann. Seine Kinder haben kein Interesse an der Unternehmensnachfolge, daher muss sich der Metzger nun anderweitig nach einem geeigneten Kandidaten umschauen.

In einer ähnlichen Situation ist Walter Hellstern. Auch der 60-jährige Hotelier plant für den Ruhestand und muss außerhalb der Familie nach jemandem suchen, der sein Traditionsunternehmen mit Energie und Engagement weiterführt.

Lange hielten bisher unter anderem diese zwei Inhaber erfolglos Ausschau nach einem Ideal-Nacholger. Die neue Sendung im SWR „Wer kann Chef?“* soll genau solchen Firmeninhabern dabei helfen, einen geeigneten Nachfolger zu finden. „Marktcheck“-Moderatorin Hendrike Brenningkmeyer präsentiert ambitionierte Kandidaten und lässt sie auf Herz und Nieren prüfen. Ob die gestellten Aufgaben praxisrelevant sind und ausschlaggebend für die ideale Unternehmensnachfolge, sei dahingestellt. Denn die Zukunft des Unternehmens hängt eher unwahrscheinlich von der Fähigkeit des Chefs die Kasse zu machen ab. Doch selbst wenn alle Fernsehspiele bestanden wurden und sogar Persönlichkeit und Motivation passen, können der Kaufpreis, die Übernahmeregelung oder Ablöseprozesse doch unüberbrückbare Hürden darstellen.

Ebenso blendet die Sendung aus, dass es bei einem geplanten Inhaberwechsel unvorteilhaft sein kann, das Übergabevorhaben bereits im Vorfeld in der breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren. Geschäftspartner könnten abspringen, Mitarbeiter verunsichert werden und Konkurrenten könnten den Übergang zu ihrem Vorteil nutzen.

Löblich ist, dass die Castingshow die Wichtigkeit der fehlenden Nachfolgelösungen aufzeigt. Denn laut Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) wurden allein im Jahr 2010 rund 1800 Firmen geschlossen, weil der Unternehmer keinen Nachfolger fand. Mehr als 23.000 Arbeitsplätze sind dadurch verlorengegangen.

Doch auch das Fernsehen kann nur bedingt unter die unter die Arme greifen.

*edit 18.09.2014: Der SWR-Link ist inzwischen leider nicht mehr verfügbar.

Wenn Nachfolgepläne scheitern

Innerhalb von zwei Wochen sind mir drei Unternehmer vorgestellt worden, deren Betriebe in Ermangelung eines passenden Unternehmensnachfolgers, bzw. Unternehmenskäufers liquidiert wurden, bzw. bei denen eine Liquidation geplant ist:

Gesundes Metallbauunternehmen: Liquidation mangels Nachfolger

Fall 1: Ein Metallbaubetrieb im Berliner Umland, mit glänzender Vergangenheit und branchenbekanntem Namen. Die Umsätze lagen noch vor sieben Jahren deutlich jenseits der Millionen-Euro-Marke, bei satten Erträgen. Ein Berater versuchte über drei Jahre erfolglos einen Nachfolger zu finden. Der Inhaber stimmte schließlich in Eigenregie der Übernahme durch einen Wettbewerber zu und verlegte den Firmensitz schon einmal in dessen Nähe. Der Deal platzte und der Unternehmer hat aufgegeben, die Versuche haben ihn über die Jahre zu viel Kraft und Nerven gekostet. Als inzwischen nur noch 1-Mann-Betrieb erwirtschaftet er stabile 150.000-180.000 EUR Umsatz im Jahr und wird trotzdem zum Jahresende 2012 liquidieren, die Betriebsausstattung soll an einen Industrieverwerter verkauft werden. Weiterlesen