Immer mehr Frauen in der Unternehmensnachfolge

Auch in diesem Jahr findet der bundesweite Aktionstag „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ statt – am 26. Juni bereits zum sechsten Mal. In 200 Veranstaltungen deutschlandweit soll mehr Bewusstsein für das Thema Unternehmensnachfolge geschaffen werden und vor allem Frauen dazu animiert werden, diese Karrieremöglichkeit in Betracht zu ziehen.

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Bis zum Jahr 2018 suchen rund 135.000 Unternehmen in Deutschland eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Von dem Erfolg der Übergabe hängen jährlich rund 300.000 Arbeitsplätze ab. Ein wirtschaftlich überaus relevantes Thema also. Bei familieninternen Übergaben wird nur jede zehnte Firma an eine Tochter übergeben. Insgesamt liegt der Anteil von Nachfolgerinnen bei gut 20 Prozent. Immerhin! Aber das ist noch nicht genug, findet die bundesweite gründerinenagentur (bga) zu recht und hat daher die Kampagne „Nachfolge ist weiblich“ ins Leben gerufen. Ziel der Initiative: Frauen ermutigen, Führungspositionen zu übernehmen.

Und am besten gleich Chefin werden, nämlich im eigenen Unternehmen. Dass der Weg dorthin nicht nur über eine Neugründung führt, sondern auch über einen Firmenkauf, dafür sollen am 26. Juni 2014 vor allem Frauen sensibilisiert werden. Der Aktionstag „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ bietet dafür viele spannende Workshops, Seminare, Beratungsgespräche und Podiumsdiskussionen. Aber nicht nur die Frauen, die über die fachliche und kaufmännische Kompetenz für eine Unternehmensleitung verfügen, sollen aufmerksam gemacht werden. Auch eine „Aufklärung“ für die Inhaber ist wichtig. Noch immer können sich viele Seniorunternehmer nicht vorstellen, ihre Firma in Frauenhände zu geben. Das soll sich ändern.

Und damit sich dauerhaft etwas ändert, müssen Vorbilder geschaffen werden. Immer mehr Positivbeispiele gibt es in der Welt der Familienunternehmen. Antje von Dewitz von Vaude oder Marlies Bernreuther von der Pyraser Landbrauerei sind nur zwei davon. Trotzdem trauen sich viele junge Frauen eine Unternehmensnachfolge noch immer nicht zu und sind somit wie in allen Führungspositionen gnadenlos unterrepäsentiert.

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