Archiv für 27. November 2013

Im internationalen M&A-Business hat Deutschland nur eine Statistenrolle

Wenn es um innovative hochwertige Produkte geht, ist Deutschland ganz vorn mit dabei. Nahezu jeder Krise zum Trotz exportieren deutsche Unternehmen ihre Qualitätsprodukte rund um den Globus. Wenn es um die Fusionen mit oder die Übernahme von Unternehmen auf dem internationalen Markt geht, sind die Exportchampions aber eher zurückhaltend. Das kostet Einflussmöglichkeiten im weltweiten Wirtschaftsgeschehen und kann auf lange Sicht schaden.

Deutsche Produkte sind überall auf der Welt gern gesehen, was Deutschland aktuell zu einem rekordverdächtigen Exportüberschuss verhilft – während die Wirtschaft in anderen Teilen Europas noch immer lahmt. Die Exportstärke Deutschlands stößt daher zunehmend auf internationale Kritik. Diese Überschüsse durch planwirtschaftliches Eingreifen abzubauen ist laut dem deutschen Wirtschaftsministerium nicht im Sinne der Bundesrepublik und würde auch die Stabilität der gesamten Eurozone betreffen.

Diesem Trend entgegen, spielt Deutschland im internationalen M&A-Geschehen eine vergleichbar kleine Rolle. Weiterlesen

Steigendes Angebot, sinkende Nachfrage – ein großes Problem der Firmennachfolge

Ein kurzer Blick auf die demographische Entwicklung reicht, um das Problem zu erkennen: in Deutschland mangelt es an Jungunternehmern, die als potentielle Unternehmensnachfolger in Frage kommen. Dem gegenüber stehen immer mehr Seniorunternehmer, die ihr Lebenswerk in gute Hände geben möchten. Dieses Ungleichgewicht bringt zunehmend mittelständische Betriebe in Gefahr.

Die jüngsten Zahlen zum Generationswechsel in Unternehmen sind alarmierend. Dem DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2013 zufolge, gab es bereits im Jahr 2012 etwa genauso viele potentielle Nachfolger wie zu übergebende Unternehmen. Wie groß in solch einem Fall für die Chance ist, einen passenden Kandidaten für das eigene Unternehmen zu finden, kann man sich leicht ausmalen. 2010 lag das Verhältnis von Übernehmern zu Nachfolgebetrieben immerhin noch bei 1,6. Da die Altersgruppe derer, die jünger als 50 sind und sich selbständig machen, immer kleiner wird, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis mehr Unternehmen zum Verkauf stehen, als es Interessenten gibt. Weiterlesen