Archiv für 28. Februar 2013

Ein expemplarisches MBO in der Verlagsbranche

Kaufen statt Gründen: Der Umbruch in der Medienlandschaft eröffnet neue Karrierechancen für unternehmerische Führungskräfte.

Die aktuelle Lage der Zeitschriftenverlage sieht derzeit alles andere als rosig aus. Die Financial Times Deutschland, die Frankfurter Rundschau und das Unternehmermagazin Impulse sind leider schon im Aus oder standen kurz davor. Und das wäre nur eine Auswahl von Beispielen des Blättersterbens aus der letzten Zeit. Einige konnten niemals die Einnahmen erzielen, die zur Sicherung des Qualitätsniveaus nötig waren, andere konnten nicht Schritt mit der Wandel der Zeit halten.

Häufig ist es derart, dass größere Verlagskonzerne einfach nicht mehr in der Lage sind, Nischenpublikationen wirtschaftlich zu führen und müssen sie deswegen aufgeben. Obwohl unter anderen Voraussetzungen das Produkt durchaus überlebensfähig wäre. In diesen Fällen sollten Sie sich Fragen stellen, wenn Sie in der Verlagsbranche tätig sind: Glauben Sie an Ihre Arbeit? Glauben Sie an Ihr Magazin und wollen sie nicht, dass dieses auch ausstirbt? – Dann übernehmen Sie es doch einfach! Denn Unternehmensnachfolgen sind eine clevere Alternative zur klassischen Existenzgründung.

Insbesondere leitende Angestellte scheuen eine Existenzgründung aus dem Nichts heraus, da sie es gewohnt sind, strukturierte Positionen auszufüllen. Doch falls nicht ein philanthropischer Erbe aus Liebhaber-Gründen einspringt, werden weitere qualitativ hochwertige Zeitschriften ohne zwingende Notwendigkeit ihre Publikation einstellen müssen.

Notwendige Voraussetzungen Weiterlesen

Successor: Die erste Messe für Unternehmer, die Nachfolger suchen

Der Mangel an geglückten Unternehmensnachfolgen verdeutlicht die Notwendigkeit, die dazu geführt hat, die erste Messe für Unternehmensnachfolgen in Deutschland einzuführen. Der Leitsatz der „Successor“ ist der des deutschen Philosophen Nikolaus von Kues „Eines ist so wichtig wie’s andere: rechtzeitig zufassen und rechtzeitig loslassen können.“

In vielen Zeitungen werden fast wöchentlich Erfahrungen geschildert, wie Unternehmensnachfolgen funktioniert haben bzw. funktionieren können. Doch stets ist ein Satz bei, der verdeutlicht, dass dieser positive Fall einer von wenigen Ausnahmen ist. Und die Auswirkungen fehlerhafter Übergaben sind fatal für die deutsche Wirtschaft sowie den Mittelstand überhaupt: Denn eine Schließung von gesunden Unternehmen ist unvermeidlich, wenn kein geeigneter Nachfolger gefunden wird. Manche schätzen die Situation sogar derart falsch ein, sodass die Suche gar nicht erst stattfinden kann. Laut einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn werden pro Jahr gar nicht so wenige mit einer plötzlichen Unternehmensnachfolge konfrontiert. Denn zehn Prozent der Inhaber werden vom Tod überrascht und vier Prozent erkranken irreversibel. Weiterlesen

Das gefährliche Spiel mit der Zeit

Wie viel Spielraum und Freiheit im Handeln ein Unternehmen noch hat, wenn er ein spezielles Alter erreicht.

Die folgende Einschätzung der Situation bei einer Unternehmensübergabe stützt sich auf Theorien, die im Buch „Unternehmensnachfolge im Familienbetrieb“ von Prof. Dr. Valentin Schackmann beschrieben wurden. Der studierte Volkswirt ist Professor für Betriebswirtschaftslehre. Seit mehr als 20 Jahren ist er in der Managementaus- und -weiterbildung tätig. Seit der Jahrtausendwende berät er kleine und mittelständische Unternehmen zu betriebswirtschaftlichen Belangen. Davor arbeitete er sechs Jahre als kaufmännischer Geschäftsführer in einem mittelständischen Unternehmen. Aus dieser Tätigkeit heraus gewann er die in seinem Buch niedergelegten Kenntnisse.

Mit 50 Jahren:

In diesem Alter sehen sich die wenigsten Firmeninhaber gezwungen, über eine Nachfolgeregelung nachzudenken. Denn 50 bedeutet für die meisten „best age“, heißt auf dem Höhepunkt des Wissens und der Erfahrung angekommen. Die Altersvorsorge sollte jedoch für einen Selbstständigen schon zur geistigen Debatte stehen. Allein Banken könnten im Falle einer Kreditvergabe daran interessiert sein, eine Unternehmensbewertung vorzunehmen. Hierbei wird unter anderem die Rentabilität des Unternehmens ermittelt und eine Feststellung eines möglichen Verkaufspreises vorgenommen. Die Absicherung des Kreditinstitutes kann demnach schon einmal als grober Umriss für eine spätere Übernahme dienlich sein.

Mit 55 Jahren: Weiterlesen