Finanzielle Starthilfe dank Zuversicht in ein Unternehmen

Ich glaube an das innovative Unternehmen, also gebe ich Startkapital dazu – so oder so ähnlich lauten sicherlich die Gedanken, bevor ein Investor bereit ist, Geld für ein Startup zu stellen. Jedoch viele Gründer lassen potentielle Investoren ihre Euphorie spüren, sodass das Geschäft mit Crowdinvestment mittlerweile boomt.

Jede Kleinigkeit der Firmenidee ist bis ins Detail durchdacht, erste Theorien in die Praxis umgesetzt – nur beim Rechnen merken die Unternehmensbetreiber: Es fehlt an Geld. Die Lösung Scheint ganz simple. Unternehmensgründer stellen ihre Geschäftsidee im Netz vor und sammeln so interessierte Unterstützer für das Projekt. Der einzelne Geldbetrag muss dabei nicht mal eine riesige Summe sein, wenn sich viele für den Unternehmensstart einsetzen. Crowdinvestment verändert die Einführung von Produkten und Startups und ermöglicht, dass es künftig auf kreative Einfälle viel mehr ankommen könnte als auf eine Finanzierungsgrundlage. Das heißt, wer andere von seinem Vorhaben überzeugen kann, der braucht sich über eine Finanzierung weniger Sorgen zu machen.

Im letzten Jahr sind wiederholt Rekordzeiten aufgestellt worden, in dem eine Unternehmensidee vollständig ihre Finanzierungsbasis fand. Zum Beispiel wurde das Startup „easyCard“ in weniger als 90 Minuten mit 100.000€ unterstützt worden. Hilfreich war dazu sich bei Seedmatch, nur eine von vielen Plattformen, attraktiv darzustellen. Seit das Prinzip des Crowdinvestments nicht mehr neu ist, gibt es einen regelrechten Hype der Unternehmen, das beste Startup zu finanzieren.

Im Jahr 2011 wurden den sechs Spitzenreiter der Startups, die über solche Plattformen Investoren fanden, mit über einer Million Euro geholfen. In der ersten Jahreshälfte 2012 trieb man rund 1,4 Millionen Euro auf.

Nichts ist umsonst

Die Investoren der Startups werden in Form einer stillen Teilhabe integriert. Falls ein Unternehmen durch die Decke geht, werden die Unterstützer an der Gewinnausschüttung beteiligt. Für die Investoren ist wichtig zu wissen, dass sie sich nicht auf eine Gewinnbeteiligung in den ersten Jahren einlassen sollten, denn laut Expertenaussagen schreibt ein Jungunternehmen in der Regel erst nach vier Jahren bemerkenswert schwarze Zahlen.

Damit wird die Differenz zum Crowdfunding deutlich, bei dem die finanziellen Helfer für den geleisteten Beitrag einen Gegenwert, in Form von limitierten Waren oder in ideeller Form wie eine Gastrolle im Film oder einer Führung im Atelier, erhalten.

Eine Plattform wie Seedmatch erhält vom jeweiligen Startup ein Erfolgshonorar in Höhe von 5 bis 10 Prozent des gesuchten Kapitals. Die Mindestsumme liegt übrigens bei 50.000 Euro.

Plattformen sind auch Startups

Die Idee der sogenannten Schwarmfinanzierung ist keine neue Erfindung des digitalen Zeitalters. Denn in Bereichen wie Musik, Filmemachen und der Schriftstellerei liehen sich die Künstler schon früher Geld von anderen Menschen, die an deren Projekte glaubten und beteiligten die Investoren im Erfolgsfall. Das Crowdinvesting für Startups übers Internet ist hingegen noch nicht lange auf dem Markt. Seiten wie Kickstarter, Gründer+, Innovestment, Mashup Finance sowie Founding crowd schießen jeden Monat wie Pilze aus dem Boden. Jedoch stellen manche von ihnen die Suche nach finanzieller Hilfe für andere schnell wieder ein, weil sie ihr Startkapital aufgebraucht haben.

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