Aktuelle Trends auf den M&A-Märkten

Der M&A-Markt in Deutschland bleibt vorerst auf festem Boden, aber ohne Phantasie. Einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung des ZEW zufolge bewegt sich der ZEW-ZEPHYR M&A-Index nach wie vor zwischen 40 und 60 Punkten (Basiswert im Jahr 2000 = 100 Punkte) (eine exaktere Angabe zum aktuellen Stand des Indexwertes wurde vom ZEW nicht veröffentlicht). Negative Einflüsse wie die Schuldenkrise, die Aktienmarktentwicklung des ersten Halbjahres 2011 (als Indikator für negative Erwartungen auch preisrelevant für kleinere M&A Transaktionen), sowie – angesichts absehbarer steigender Eigenkapitalanforderungen – die aktuelle Kreditvergabepolitik zahlreicher Kreditinstitute lassen den Ausblick für Fusionen und Übernahmen mindestens bis zur Mitte des Jahres 2012 als „verhalten“ einschätzen.

Der M&A-Markt z.B. in Brasilien eilt derzeit dafür von Höhepunkt zu Höhepunkt, wohingegen der mittlere Osten stark schwächelt: Auf Jahresbasis fiel dort die von ZEPHYR ermittelte Anzahl der M&A-Transaktionen um dramatische 86% auf 19.

Weltweit gingen am M&A-Markt in den ersten neun Monaten 2011 laut Allen & Overy M&A Index zwar die inländischen Transaktionen zurück (von 900 auf 853), gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Cross-Border Deals (von 802 auf 894).

Die USA bleiben nach wie vor der größte Akquisiteur auf dem internationalen Markt, China und Japan rücken jedoch kontinuierlich mit großen Steigerungsraten weiter heran. Allein in Europa kauften chinesische Unternehmen seit Anfang dieses Jahres bereits 64 Unternehmen, gegenüber 47 Transaktionen im gesamten Jahr 2010. Platz 1 der chinesischen Zielländer: Deutschland mit 14 abgeschlossenen Übernahmen.

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