Unternehmensnachfolgerinnen

Als Nachfolgerinnen kommen Frauen oft unerwartet in die Führungsrolle eines Betriebes. Innerhalb der Unternehmerfamilien werden Söhne offensichtlich immer noch bevorzugt, Töchter trauen sich weniger zu oder ihnen wird weniger zugetraut. An der Qualifikation der Frauen liegt es (zumindest statistisch) nicht. In einem Artikel berichtet das Magazin Berlin Maximal* jetzt über Frauen als abgebende Unternehmerinnen. Fazit: Frauen können besser loslassen als Männer. Und: Frauen geben eher geschlechtsunabhängig ab.

In Deutschland ist die Quote der Unternehmer unter Männern immer noch fast doppelt so hoch wie die der Frauen, auch wenn die Gruppe der selbständigen Frauen schneller wächst. Speziell beim Thema Unternehmensnachfolge ist Österreich in puncto Gleichberechtigung der Geschlechter Deutschland ja bereits deutlich voraus.

Zumindest zu einem Teil scheint das Ungleichgewicht auch an der Art des Unternehmens zu liegen. Auf die Ausschreibung einer zur Übernahme stehenden Hausverwaltung meldeten sich bei der Nachfolgebörse der Fredelia AG zu über 80% Frauen als Kaufinteressentinnen. Für einen Maschinenbaubetrieb keine einzige.

 

*Der Link ist inzwischen leider nicht mehr verfügbar.

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