Fehlt deutschen Männern das Gründergen?

Von den rund 417.600 gewerblichen Existenzgründungen in 2010 (Bundesrepublik Deutschland) erfolgten, wie das IfM Bonn jetzt ermittelte, 33% durch „Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit“, Tendenz stark steigend. Addiert man noch die geschätzten 10% Deutschen mit Migrationshintergrund hinzu, kann man davon ausgehen, dass vermutlich über 43% aller Existenzgründungen in Deutschland von Unternehmern mit Migrationshintergrund stattfinden (bei 18,6% Bevölkerungsanteil).

Der Anteil der Gründungen durch Frauen insgesamt wird mit 31% angegeben. Älteren Quellen zufolge liegt der Frauenanteil der selbstständigen Ausländer mit 29% auf vergleichbarem Niveau.  Bei Unternehmerinnen scheint also die Entscheidung zur beruflichen Selbständigkeit unabhängig vom kulturellen Hintergrund zu sein, während bei deutschen Männern der Trend eher zum Angestelltentum geht.

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