Fusion über den Wolken

British Airways und Iberia haben sich gestern zusammengeschlossen und die sechstgrößte Airline weltweit geformt: die International Airlines Group (IAG).

Die neue Luftfahrtgesellschaft ist damit auch Nummer drei in Europa mit 406 Flugzeugen, 55 Mio. Passagieren und 14 Mrd. Euro Umsatz in 2010. 204 Zielen werden nunmehr weltweit angeflogen. Iberia Kunden profitieren von besserem Zugang zu asiatischen Zielen, für die Passagiere von BA sind es mehr Destinationen in Lateinamerika.

Es gilt zu beobachten, wie die spanische und die britische Managementkultur miteinander harmonieren. Zwar ist in international tätigen spanischen Großunternehmen die Zeit der Siesta vorbei, doch gibt es zwischen spanischen und britischen Unternehmenskulturen große Unterschiede was den Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern angeht. Hier verträgliche Strukturen für die Zukunft zu schaffen, wird -wie bei den meisten Fusionen- eine der wesentlichen Herausforderungen sein. Verschiedenen Quellen zufolge scheitern rund 50% aller M&A-Transaktionen wirtschaftlich. Vernachlässigtes Change-Management steht dabei ganz oben auf der Liste der Unterlassungssünden.

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