Indien auf dem Vormarsch

Indische Unternehmen gehen auf Einkaufstour – die am zweitstärksten wachsende Volkswirtschaft der Welt strotzt nur so vor Kraft. Das grenzüberschreitende  Transaktionsvolumen hat sich 2010 im Gegensatz zum Vorjahr verfünffacht. Nach Angaben der Financial Times wurden in den ersten elf Monaten 2010 über 45 Milliarden US-$ eingesetzt, wobei indische Käufe ausländischer Unternehmen deutlich überwogen. Neben vielen eher unauffälligen Deals unterhalb der 100-Millionen-Grenze erregte der Kauf des Grosvenor House Hotels in London für über 470 Millionen Britische Pfund Aufsehen. Nicht mehr reiner Wissenstransfer nach Asien steht im Vordergrund, sondern der direkte Zugang zu europäischen Konsumenten und harter Währung. Neben Afrika, anderen asiatischen Ländern und Großbritannien wird auch Deutschland immer interessanter für Firmenlenker vom Subkontinent. So soll das traditionsreiche Bankhaus Merck nach Angaben der Wirtschaftswoche (Ausgabe 50, 2010, S. 70) auf der Einkaufsliste der indischen Hinduja Group stehen.

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