Unternehmensnachfolgen durch Frauen: Österreich vorbildlich

Während in Deutschland der Anteil der Frauen als Nachfolgerinnen nur zwischen zehn und 23%* aller Unternehmensnachfolgen liegt, beträgt die Quote in Österreich gemäß einer Schätzung der WKO fortschrittliche 43% – das entspricht in etwa dem Anteil der erwerbstätigen Frauen  an der Gesamtbevölkerung! Was macht Deutschland hier falsch, bzw. Österreich richtig?

An mangelnden sozialen bzw. gesellschaftlichen Möglichkeiten zur Selbständigkeit kann es kaum liegen, denn laut BMWi werden 41% aller Existenzgründungen in Deutschland von Frauen durchgeführt. Die demographische Entwicklung beider Länder ist vergleichbar, ebenso staatliche Unterstützungsprogramme bei der Finanzierung. So bleiben eigentlich nur zwei Erklärungen wahrscheinlich: Österreichische Unternehmer trauen ihren Töchtern öfter die erfolgreiche Fortführung ihres Betriebes zu, oder aber österreichische Frauen wagen öfter als deutsche Frauen eine Firmenübernahme in Angriff zu nehmen.

*edit 18.09.1014: Der Link zur entsprechenden BGA-Studie ist inzwischen leider nicht mehr verfügbar.

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