Finanzierung bleibt wichtigster Hemmschuh für Nachfolger

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag präsentiert in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensnachfolge (edit: Quelldokument leider inzwischen vom Server des DIHK gelöscht) einige aufschlussreiche Zahlen: 59 Prozent der Existenzgründer, die Unternehmen kaufen wollen, haben Finanzierungsprobleme – zehn Prozent
mehr als im Vorjahr. Eine Unternehmensnachfolge sei eine hoch komplexe Transaktion und in der Regel durch ein hohes Finanzierungsvolumen gekennzeichnet. Zwar sei etwas als Sicherheit vorhanden (Anlagen, Patente etc.), doch müssten die Finanzierungsgeber mit der unbekannten Größe des neuen Unternehmers rechnen. Die Banken sind vorsichtiger geworden. Hier ergibt sich aber für jeden potentiellen Nachfolger die Chance, mit einem überzeugenden Business Plan zu punkten.
Weitere interessante Punkte, die in der Studie behandelt werden, sind der erhöhte Beratungsbedarf, die häufig überzogenen Preisvorstellungen der Eigentümer sowie der Aufruf an die politischen Entscheidungsträger, eine Novelle des Erbschaftsrechts einzubringen (Die Steuer ist ein weiteres wichtiges Hindernis im Übergabeprozess), ebenso wie die Informationspflichten gegenüber Arbeitnehmern und deren Widerspruchsrecht. Auch hier werden Anpassungen angemahnt.

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