Weniger Gründungen – aber dafür mehr Frauen

Frauen sind die Existenzgründer von morgen – das zeigt die neueste Analyse der KfW zum Thema Gründungsgeschehen. Schon heute machen sie einen erheblichen Teil der Gründer aus. Noch nie waren es so viele wie im Jahr 2013. Das Gründungsgeschehen insgesamt hingegen nimmt ab.

Immer mehr Frauen wagen den Schritt in die Selbständigkeit - und kommen damit auch als Nachfolgerinnen in Frage.

Immer mehr Frauen wagen den Schritt in die Selbständigkeit – und kommen damit auch als Nachfolgerinnen in Frage.

Von den 868.000 Menschen, die sich im vergangenen Jahr selbständig gemacht haben, waren 43 Prozent weiblich. Ein Rekordhoch. Frauen- -vor allem auch mit Kindern – sind also durchaus gewillt, die Energie für eine Existenzgründung aufzubringen und das damit verbundene Risiko einzugehen. Sie sollten daher auf keinen Fall beim Thema Unternehmensnachfolge vergessen werden. Glücklicherweise zeigt sich auch bei der Unternehmensübernahme durch Frauen ein positiver Trend. Weiterlesen

Der Nachfolgeprozess hätte ruhig etwas länger dauern dürfen

Carola Zarth ist Unternehmerin in dritter Generation. Die Auto-Elektrik G. Holtz & Co. KG übernahm sie von ihrem Vater, der wiederum von seinem. Im Juli erhielt sie den zweiten Preis bei der Wahl zur Berliner Unternehmerin des Jahres. Im Interview mit Fredelia berichtet Sie von ihrer wichtigsten Neuerung als junge Nachfolgerin und welchen Rat sie Seniorunternehmern geben möchte.

Starker Zusammenhalt: alle Mitarbeiter der Auto-Elektrik G. Holtz & Co. KG haben im Unternehmen gelernt oder eine Umschulung gemacht.

Starker Zusammenhalt: alle Mitarbeiter der Auto-Elektrik G. Holtz & Co. KG haben im Unternehmen gelernt oder eine Umschulung gemacht.

Frau Zarth, ihr Unternehmen hat eine lange Familientradition. Sie sind sie erste Frau an der Spitze. War das für Sie zu irgendeinem Zeitpunkt problematisch?

Carola Zarth: Als ich 1984 hier angefangen habe, waren die Kunden noch ein stückweit anders. Da ist es häufig passiert, dass man in der Kundendienstannahme das Auto entgegen nehmen wollte und überm Kopf hinweg geguckt wurde: wo ist denn der Meister. Das ist eine Sache, die sich in den letzten 10 bis 15 Jahren stark verändert hat. Das ist auch nicht bezogen auf eine Generation. Es sind genauso die älteren Herren, die das nicht mehr ungewöhnlich finden, wenn da eine Frau sitzt, wie auch die Jüngeren.

Dazu haben Sie ja sicher auch maßgeblich beigetragen.

Carola Zarth: Es gibt ja auch noch andere Frauen im Unternehmen. Ich bin sicher den Kunden über viele Jahre bekannt. Aber auch meine weiblichen Mitarbeiter haben da deutlich weniger Probleme als früher.

Wie war der Übergabeprozess zwischen Ihnen und Ihrem Vater gestaltet? War es von Anfang an klar, dass Sie das machen? Weiterlesen

Unternehmensnachfolge ist ein andauernder Prozess

Für viele Unternehmer ist das Thema Nachfolge leidig. Man möchte sich um das Kerngeschäft kümmern und nicht darum, wie es eventuell einmal weitergeht, wenn man selbst die Firma nicht mehr führen kann. Dabei verkennen viele, dass eine Nachfolge kein Geschäftsabschluss ist, den man in wenigen Tagen erledigt.

Für Familienunternehmer beginnt der Nachfolgeprozess mit der Geburt der Kinder.

Für Familienunternehmer beginnt der Nachfolgeprozess mit der Geburt der Kinder.

Denn wenn sich der Seniorunternehmer überlegt, dass er aufhören möchte, dann ist es in der Regel noch ein langer Weg, bis der Schlüssel tatsächlich übergeben werden kann. Im Grunde ist eine Unternehmensnachfolge ein Prozess, der ein Unternehmen permanent begleitet – mitunter über viele Generationen. Gerade in Familienbetrieben wird oft die Übergabe des Betriebes an die Kinder in Erwägung gezogen. Somit beginnt die Nachfolge schon in dem Moment, in dem Kinder auf der Welt sind, denn diese sollen zu guten Unternehmern heranwachsen. Für ein gesundes Familienunternehmen darf das nicht außer Acht gelassen werden – gerade Neugründer sind in diesem Punkt oft unsicher, da sie nicht auf Erfahrungen zurückgreifen können. Weiterlesen

Erbschaftssteuer für Unternehmen soll angehoben werden

Im Herbst wird das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes erwartet, welches über die Steuervergünstigungen beim Vererben von Unternehmen entscheiden soll. Bisher können Unternehmenserben steuerlich günstig wegkommen, wenn sie einige Auflagen erfüllen. Nun wird umfassend geprüft, inwiefern diese Vorteile für Unternehmenserben mit dem Grundgesetz vereinbar sind.

Wird die Steuer für Firmenerben angehoben, werden viele Betriebe genau rechnen müssen, ob eine Weiterführung möglich ist.Verkäufe an Beteiligungsgesellschaften werden steigen.

Wird die Steuer für Firmenerben angehoben, werden viele Betriebe genau rechnen müssen, ob eine Weiterführung möglich ist. Verkäufe an Beteiligungsgesellschaften werden steigen.

Der Mittelstand – also vorrangig inhabergeführte Unternehmen und Familienbetriebe – sind der Motor und die Sicherheit der deutschen Wirtschaft. Soweit sind sich die meisten einig. Definitionsgemäß gehören Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 50 Millionen Euro und mit maximal 500 Mitarbeiten zum Mittelstand. Dazu zählen mehr als 99 Prozent aller Firmen in Deutschland, die zusammen 60 Prozent aller Arbeitsplätze stellen. In den kommenden vier Jahren suchen etwa 135.000 dieser Betriebe einen Nachfolger, da der Seniorunternehmer den Betrieb aus Altersgründen nicht mehr fortführen kann. Mit diesen Übergaben sind etwa 2 Millionen Arbeitsplätze verbunden, die auf dem Spiel stehen, sollte sich kein Nachfolger finden. Weiterlesen

Wolfgang Fuchs im Interview: Dem Mittelstand gehen die Nachfolger aus

Vor allem ostdeutsche Unternehmen haben Probleme, einen Nachfolger zu finden. Jedes Jahr müssen viele Betriebe schließen, weil sich kein neuer Chef findet, der den Betrieb übernehmen möchte. Es fehlt an mutigen Unternehmern, die sich der Herausforderung einer Unternehmensnachfolge stellen möchten. Im Interview mit den Deutschen Mittelstands Nachrichten spricht Wolfgang Fuchs, Vorstand der Fredelia AG, über die Chancen und Risiken einer Unternehmensnachfolge.

Eines der Hauptprobleme der Firmennachfolge in Deutschland, besteht darin, dass es an der Fachkraft Chef mangelt. Dafür ist zum einen der demographische Wandel verantwortlich, andererseits bringt ein Firmenkauf auch Risiken mit sich. Für den potentiellen Firmenkäufer erscheinen diese mitunter unkalkulierbar, sodass von einem Kauf doch abgesehen wird. Aus seiner langjährigen Erfahrung weiß Wolfgang Fuchs zu berichten: oft sind es Freunde und Ehepartner der Kaufinteressenten, die vom Kauf abraten. Dass die Risiken unkalkulierbar sind, stimmt jedoch nicht. Man muss sie nur im konkreten Fall finden und gegen die Chancen abwägen. Dann stellt eine Firmenübernahme eine chancenreiche Existenzgrundlage dar.

Wer ein Unternehmen ohne Risiken sucht, wird keines finden Weiterlesen

Immer mehr Frauen in der Unternehmensnachfolge

Auch in diesem Jahr findet der bundesweite Aktionstag „Unternehmensnachfolge durch Frauen“ statt – am 26. Juni bereits zum sechsten Mal. In 200 Veranstaltungen deutschlandweit soll mehr Bewusstsein für das Thema Unternehmensnachfolge geschaffen werden und vor allem Frauen dazu animiert werden, diese Karrieremöglichkeit in Betracht zu ziehen.

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Bis zum Jahr 2018 suchen rund 135.000 Unternehmen in Deutschland eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Von dem Erfolg der Übergabe hängen jährlich rund 300.000 Arbeitsplätze ab. Ein wirtschaftlich überaus relevantes Thema also. Bei familieninternen Übergaben wird nur jede zehnte Firma an eine Tochter übergeben. Insgesamt liegt der Anteil von Nachfolgerinnen bei gut 20 Prozent. Immerhin! Aber das ist noch nicht genug, findet die bundesweite gründerinenagentur (bga) zu recht und hat daher die Kampagne „Nachfolge ist weiblich“ ins Leben gerufen. Ziel der Initiative: Frauen ermutigen, Führungspositionen zu übernehmen.

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Mit einer Verkäuferfinanzierung zur erfolgreichen Übernahme

Viele Angestellte, die schon einige Hürden auf der Karriereleiter genommen haben, denken irgendwann über eine Selbständigkeit nach. Seine eigene Firma zu haben, bedeutet viel Verantwortung und viel Arbeit, aber auch mehr Freiheit und ein überdurchschnittliches Einkommen.

Nachfolgelösungen scheitern nicht selten am Kaufpreis - ein Käuferdarlehen kann in diesem Fall helfen (Bild: flickr/pfala)

Nachfolgelösungen scheitern nicht selten am Kaufpreis – ein Käuferdarlehen kann in diesem Fall helfen (Bild: flickr/pfala)

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Übergabe als Chance zur Neustrukturierung

Wer sein Leben lang im eigenen Unternehmen hart gearbeitet und dieses womöglich selbst aufgebaut hat, wird irgendwann zwangsläufig ein wenig betriebsblind. Das Unternehmen läuft und man macht sich immer weniger Gedanken um die Zukunft, neue Märkte und Innovationen. Dabei könnten die Geschäfte noch besser laufen, wenn weiterhin Ideen entwickelt werden und vor allem globale Entwicklungen und Trends im Auge behalten werden.

Eine Unternehmensnachfolge kann der ideale Zeitpunkt sein, um mal richtig aufzuräumen oder eine Restrukturierung vorzunehmen.

Eine Unternehmensnachfolge kann der ideale Zeitpunkt sein, um mal richtig aufzuräumen oder eine Restrukturierung vorzunehmen. (Bild: flickr/ Joseph Ma. Rosell)

Wenn Betriebsblindheit und Innovationsträgheit einsetzt, ist womöglich der Zeitpunkt für einen Generationswechsel gekommen. Denn die Nachfolgegeneration steht dem Erfolgskonzept der Firma oftmals viel kritischer gegenüber und überlegt sich gut, ob der Betrieb noch marktfähig ist, bevor sie Zeit und Geld investiert. Für den Seniorunternehmer bedeutet das im Umkehrschluss: ist mein Unternehmen übergabefähig? Weiterlesen

Eine Frau als Nachfolgerin zahlt sich für die ganze Belegschaft aus

Während die großen Konzerne überlegen, wie sie die Zahl der angestellten Top-Managerinnen auf über 5 Prozent steigern können, machen die inhabergeführten KMU vor, wie es funktioniert. Vor allem wenn es um Unternehmensnachfolgen geht, sind Frauen ein großer und wichtiger Bestandteil bei Übergabelösungen geworden. Über 20 Prozent der Nachfolger sind mittlerweile weiblich, Familienbetriebe werden sogar zu etwa einem Drittel an Töchter übergeben.

Und das zahlt sich oft für den gesamten Betrieb aus. Denn Frauen wirtschaften nachhaltig und entwickeln innovative Zukunftsideen. Sie pflegen häufig einen sehr kommunikativen Führungsstil und sind um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter bedacht. Und zufriedene Mitarbeiter sind bekanntlich ein entscheidender Erfolgsfaktor. Weiterlesen

Gründerkinder stehen der Nachfolge skeptisch gegenüber

Sie haben ein Leben lang hart dafür gearbeitet, ihr Unternehmen aufzubauen und zum Erfolg zu führen – und nun steht die Nachfolge an. Aber wie? Anders als Familienunternehmen, die bereits eine oder mehrere Nachfolgen hinter sich haben, besitzen Existenzgründer keine Erfahrungen in puncto Unternehmensübergabe und tun sich daher meist schwerer.

Und wenn die Elterngeneration keinen Plan hat, wie eine mögliche Betriebsübergabe aussehen könnte, überträgt sich diese Unsicherheit auf die Töchter und Söhne. Die Folge ist eine starke Skepsis gegenüber dem elterlichen Betrieb und dessen Übernahme. So gaben in der neuesten Studie der Wirtschaftsberatung PwC zum Thema Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen 20 Prozent der Gründerkinder an, sich nicht auf die Aufgabe als neue Firmenchefin oder neuer Firmenchef zu freuen. Bei Unternehmerkindern von Betrieben, die schon einen oder mehrere Wechsel miterlebt haben waren es nur 8 Prozent, die einer Nachfolge so kritisch gegenüberstehen.

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